IG BAU - die tun was!


Arbeit darf nicht krank machen


© IG BAU
28.10.2016
Beim Sommerfest des Ortsverbands Röhrnbach-Hutthurm-Perlesreut im Bezirksverband Niederbayern ging es sommertypisch um das Thema Sonne. Allerdings nicht nur um die Sonne beim Sommerfest, sondern vor allem auch um die Auswirkungen von zu viel Sonne bei der Arbeit.

Der Ortsverband hat die Mitglieder zum Grillfest eingeladen. Doch wie bei jeder Veranstaltung wird auch hier ein wichtiges und informatives Thema behandelt. Ortsverbandsvorsitzender Georg Schmid informierte über die Gefahren des hellen Hautkrebs. Diese Krankheit, inzwischen als Berufskrankheit anerkannt, entsteht bei zu intensiver Sonneneinstrahlung. Ein wirksames Mittel dagegen ist der umfassende UV-Schutz.

Neben den theoretischen Infos kam praktische Hilfe in Form von Sonnencreme-Proben mit hohem UV B- und UV A-Schutz zum Einsatz, denn auch beim Grillfest sollte sich niemand verbrennen.

Für alle Arbeiten im Freien gilt:

  1. eincremen, eincremen, eincremen
  2. ausreichend trinken
  3. UV-blockierende Kleidung
  4. luftdurchlässiger Helm mit Nackenschutz
  5. auch eine Sonnenbrille gehört zur UV-Arbeitsschutzkleidung
  6. regelmäßige Pausen
  7. regelmäßiger "Hautkrebs-Check", mindestens einmal jährlich

Arbeit darf nicht krank machen, darüber sind sich die Besucher des Sommerfestes einig. Deshalb wird auch hier die Forderung an die Arbeitgeber erhoben, für ausreichenden Schutz zu sorgen.

Damit der gewährleistet werden kann, muss ein passendes Sommer-Outfit bei der Arbeitskleidung angeschafft werden. Die Arbeitnehmer sollen nicht "blank ziehen", sondern sich mit UV-blockierender Kleidung schützen. Diese muss der Arbeitgeber stellen, wenn ihm die Gesundheit seiner Leute wichtig ist.

Auch das Durstlöschen ist Sache des Chefs. Bei schwerer Arbeit in großer Hitze sind drei bis fünf Liter, über den Tag verteilt, notwendig. Ideal sind Wasser und kalte Tees. Die Grillfestbesucher fordern die Arbeitgeber auf, für eine "Getränke-Flatrate" zu sorgen.

Nachdem diese Forderungen gestellt und diese wichtigen Informationen ausgetauscht waren, ging es unbeschwert ans Grillen und Feiern nach dem Motto "wer gut feiern kann, kann auch gut arbeiten".


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