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„Allerdings stellen wir bei den Entscheidungsträgern eine nur geringe Kooperationsbereitschaft fest.“
Die IG BAU hatte schon Mitte 2010 Gespräche mit der Deutschen Bahn aufgenommen. Ziel war es, die auf Großbaustellen oftmals unhaltbaren Zustände von Beginn an zu vermeiden. „Insbesondere lückenhafte Zugangskontrollen sind problematisch. Dies öffnet der illegalen Beschäftigung und der Schwarzarbeit buchstäblich Tür und Tor“, betonte Schäfers. Bereits im Frühjahr dieses Jahres gab es Medienberichte über solche Missstände beim Abriss des Nordflügels von Stuttgart 21.
Zudem stellen nur effektive Zugangskontrollen sicher, dass die Arbeitszeiten korrekt erfasst werden. Mit diesem Instrument lässt sich unbezahlte Mehrarbeit und damit Lohn- und Sozialdumping vermeiden. Gerade vor dem Hintergrund einer drohenden Kostenexplosion ist aus Sicht der IG BAU aber zu befürchten, dass auf dem Rücken der Arbeitnehmer gespart werden soll.
„Mehr als andere Unternehmen hat die Deutsche Bahn als staatseigener Konzern eine Vorbildfunktion bei der Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen“, sagte Schäfers. „Sie kann sich nicht mit Verweis auf die Zuständigkeit der beauftragten Baubetriebe aus dieser Pflicht stehlen.“
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