IG BAU - die tun was!


Demokratie im Betrieb? - Vom Innungsobermeister gestrichen!

Symbolbild
Symbolbild © R+W (Petra Berger)
10.06.2016
Innungsbetriebe beklagen den Preiskampf mit anderen Unternehmen und wollen diesen in der aktuellen Tarifrunde auf dem Rücken der Beschäftigten austragen. Dieses Klagelied stimmte auch der Innungsobermeister Lübke auf der Betriebsversammlung der Firma Mecklenburg am 15. April 2016 an, als IG BAU und Betriebsrat seine Verantwortung als Innungsobermeister einforderten.

Seit dem 1. Juli 2009 gibt es in Schleswig-Holstein keinen Landeslohntarifvertrag für die Maler und Lackierer. Dieser Zustand wird im Vorstand der Innung seit 2009 akzeptiert. Die Maler- und Lackierer-Fachgruppen Nord fordern den Innungsvorstand in Kiel auf, endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden.

Zur Unterstützung der laufenden Tarifrunde für das Maler- und Lackiererhandwerk auf Bundesebene hatten die Beschäftigten eine Aktion vor den Toren der Firma Mecklenburg geplant. Ausgerechnet vom Innungsobermeister und Geschäftsführer der Firma wurde Druck auf Betriebsrat und Beschäftigte ausgeübt. Mit dem Argument "Ich zahle ja alles, warum geht ihr nicht dahin, wo unter Tarif bezahlt wird?" wollte Obermeister Lübke die Aktion unter freiem Himmel, außerhalb des Betriebes, verhindern.

Die Gewerkschafter ließen sich nicht aufhalten und informierten die Beschäftigten der Firma Mecklenburg und weiterer auf dem Gelände ansässiger Firmen. In einem Infobrief der Region Nord über den Stand der Tarifverhandlungen und den rechtlichen Umgang mit der Situation ab 1. Juli 2016 informiert die IG BAU ihre Mitglieder. Durch die Verhinderung der Versammlung hat Obermeister Lübke natürlich ein eindeutiges Signal gegeben.

Im Übrigen sind sie der Meinung: die Beschäftigten in Tarifauseinandersetzungen moralisch unter Druck zu setzen und an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte zu hindern, GEHT GAR NICHT!

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