IG BAU - die tun was!


Die historische Straßenbahn kann warten

Der lila Info-Wurm der ELA-Frauen vor den Kranhäusern in Köln am Deutzer Rheinufer
Der lila Info-Wurm der ELA-Frauen vor den Kranhäusern in Köln am Deutzer Rheinufer © IG BAU (Rosemarie Bludau)
23.09.2016
Diesen Ausflug hatten sich die Frauen verdient: Die "Mädels" von der IG BAU-Fachgruppe Gebäudereinigung und vom AK Frauen des Bezirksverbandes Emscher-Lippe-Aa aus Gelsenkirchen sind immer aktiv, in vielen Gremien vertreten und immer bereit sich für „ihre IG BAU“ einzusetzen. Deshalb sollte es am 17. September eine Stadtrundfahrt mit der historischen Straßenbahn und dann ein gemütliches Beisammensein geben. So war es geplant, doch dann ...

... kam die Mitteilung, dass am 17. September zeitgleich in sieben Städten Demonstrationen gegen die Einführung von CETA und TTIP stattfinden sollen. Sofort waren sich die Frauen einig: Das Thema ist uns allen enorm wichtig. Wir lassen uns unseren vorsorglichen Arbeitsschutz nicht nehmen! Wir wollen keine Schiedsgerichte, die unsere Gerichtsbarkeit aushebeln! Wir wollen weder CETA, noch wollen wir TTIP! Die historische Straßenbahn kann warten, die Fahrt geht selbstverständlich nach Köln.

Gesagt, getan. Der aus anderen Aktionen bereits vorhandene Info-Wurm wurde mit Parolen gegen CETA und TTIP neu gestaltet und gemeinsam mit weiteren Kollegen, ging es mit dem vom Bezirksverband gemieteten Bus nach Köln.

An der Deutzer Werft fand die Auftakt-Kundgebung statt. Hier sammelten sich alle Teilnehmer, um anschließend gemeinsam durch die Kölner Innenstadt zu laufen. Die Kolleginnen und Kollegen waren begeistert, wie viele verschiedene Organisationen den Protest gegen CETA und TTIP unterstützen. Viele Gruppen hatten sich markante Sprüche einfallen lassen, kreative Motiv-Wagen gebaut oder machten zum Beispiel als Trommelgruppe rhythmische Musik, bei der das Laufen gleich leichter fiel. Und Petrus hatte auch ein Einsehen: Es herrschte bestes Demo-Wetter!

„Es ist ein tolles Gefühl, mit 40.000 anderen Menschen aus der gleichen Motivation heraus auf die Straße zu gehen. Man fühlt sich dann nicht mehr so hilflos, nicht mehr so, als könne man sowieso nichts ändern. 320.000 Menschen, die deutschlandweit auf der Straße waren, kann man nicht einfach ignorieren.“ So brachte es eine Kollegin am frühen Abend, als alle müde aber glücklich wieder im Bus saßen, um nach Hause zu fahren, auf den Punkt.

Solidarität ist ein gutes Gefühl.

IG BAU – die tun was!

 IG BAU (Rosemarie Bludau)

Der Info-Wurm der IG BAU-Frauen fiel auf in Köln

IG BAU (Ali Kosan)

Sie mischen sich ein - sie sind laut - sie werden gehört und gesehen!

 IG BAU (Rosemarie Bludau)

Wir sind nicht einverstanden! Wir sind Viele!

IG BAU (Rosemarie Bludau)

Erschöpft, aber zufrieden!