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Familie und Beruf müssen besser vereinbar sein

SPD-Vize Manuela Schwesig: „Flexible Arbeitgeber sind gefragt“


Manuela Schwesig, Stellvertretende Vorsitzende der SPD © Florian Jaenicke
Frankfurt am Main, 10.03.2012
Meist nutzen Väter Elterngeld- und Zeit, wenn überhaupt nur für die sogenannten zwei Partnermonate. Grund sind berufliche Nachteile bei längeren Erziehungszeiten. Betriebliche Regelungen wie beispielsweise zu Vertretungen, die Eltern eine Betreuungszeit erleichtern, sind Mangelware. Nur in jedem zehnten Unternehmen existieren entsprechende Betriebsvereinbarungen.

Das ist zu wenig, findet SPD-Vize und Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig. „Seit Jahren wird von den Arbeitnehmern Flexibilität gefordert“, so Schwesig im „Der Grundstein/Der Säemann“ (Ausgabe vom 10. März 2012).

„Künftig müssen vielmehr Arbeitgeber flexibel sein.“ Dies sei in ihrem eigenen Interesse, um Fachkräfte zu behalten und für sich zu werben. Flexible Arbeitszeiten seien für Qualifizierte ein zunehmend wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers.
Gleichzeitig sieht Schwesig auch die Politik in der Pflicht: „Wir brauchen kluge Lösungen im Betrieb und gute Rahmenbedingungen durch den Staat.“

Nach wie vor liegt die Hauptlast der Kinderbetreuung bei den Frauen. Das hat nicht nur finanzielle Gründe. Vielmehr befürchtet laut einer aktuellen Umfrage fast die Hälfte aller Väter, dass sich eine Auszeit zugunsten ihres Nachwuchses zulasten ihrer Karriere auswirken würde.

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