Internationales


Für einen gerechten Welthandel


11.08.2016
CETA und TTIP sind angezählt. Unser gemeinsamer Protest am 10. Oktober 2015 in Berlin hat das ermöglicht. Aber wir dürfen nicht locker lassen. Die IG BAU unterstützt den Aufruf des DGB und des TTIP-Demo-Bündnisses am 17. September in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.

Die EU-HandelsministerInnen wollen auf ihrem Treffen am 22. und 23. September in Bratislava den Weg für die Ratifizierung und für die vorläufige Anwendung von CETA freimachen. Darum erhöhen wir den Druck auf den Straßen! Denn wir wollen in einer lebendigen Demokratie soziale und ökologische Leitplanken der Globalisierung gestalten.

Der DGB und ein breites Bündnis von Organisationen aus der Zivilgesellschaft rufen auf, für einen gerechten Welthandel zu demonstrieren – zeitgleich in sieben Städten. Wir machen der Bundesregierung, dem Bundestag und dem Bundesrat deutlich, dass CETA nicht ratifiziert werden darf. Die TTIP-Verhandlungen laufen in die vollkommen falsche Richtung und müssen abgebrochen werden!

Die Forderungen der IG BAU und des TTIP-Demo-Bündnisses:

  • Demokratie und Rechtsstaat fördern sowie die Gestaltungsmöglichkeiten von Staaten, Ländern und Kommunen sichern!.
  • Nationale wie internationale Standards zum Schutz von Mensch, Umwelt und guter Arbeit stärken. Das heißt, Gefahrstoffe wie Asbest verbieten!
  • Die Entwicklung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung fördern!

Doch das Motto von TTIP und CETA lautet: Freie Fahrt für die Konzerne zu Lasten von Beschäftigten, Verbrauchern und der Demokratie.

 TTIP ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. TTIP wird dazu führen, dass der Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz geschliffen wird. TTIP soll bis Ende des Jahres fertig verhandelt werden.

CETA ist das schon fertig verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada und räumt Konzernen besondere Klagemöglichkeiten ein. Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte bleiben hingegen ohne Folgen. Es soll beim EU-Kanada-Gipfel im Oktober offiziell unterzeichnet werden.

Wir erhöhen jetzt den Druck, damit CETA nicht unterzeichnet und nicht vorläufig angewendet wird!