IG BAU - die tun was!


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Info-Point der IG BAU bei BMW in Leipzig
Info-Point der IG BAU bei BMW in Leipzig © IG BAU (Sascha Wollert)
25.09.2015
Volle Unterstützung des Betriebsrats und der IG Metall bei BMW im Werk Leipzig. Auf dem BMW-Werksgelände sind ca. 500 Reinigungskräfte überwiegend von den Firmen TIP-TOP und Hectas eingesetzt. "Wie kommen wir an die ran?" - "Wie kommen wir dort rein?" waren die Fragen. "Ja, doch wohl am Besten über den Betriebsrat!" war die Antwort. Gesagt - getan!

Für einen Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung! Kein Turboputzen mehr! - sind Tarifforderungen der IG BAU. Immer wieder sind die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk mit Kürzungen der Arbeitszeit und Erweiterung der zu reinigenden Reviere konfrontiert. Damit muss Schluss sein! - erklärte IG BAU-Gewerkschaftssekretär Wolfgang Bullin dem Betriebsratsvorsitzenden des BMW-Werkes Leipzig, Jens Köhler bei einem ersten Treffen im März. Unterstützt von Martin Kröber, Gewerkschaftssekretär in Ausbildung (GiA) schilderten die IG BAU-Sekretäre die Situation in der Gebäudereinigung.

Jens Köhler sagte die Unterstützung des 33-köpfigen BMW-Betriebsrats zu und informierte seine Geschäftsleitung. Jeder der zehn freigestellten Betriebsräte betreut einen Betriebsteil, alle erklärten sich bereit, in ihrem jeweiligen Betriebsratsbereich die aktuellen Flugblätter der IG BAU zu verteilen.

Die Reinigungskräfte der Firmen TIP-TOP und Hectas sprachen sich in Informationsveranstaltungen für die Forderungen der IG BAU aus. Die Angleichung der Löhne Ost an West ist - 25 Jahre nach der Wiedervereinigung - ein Muss! Darüber sind sich Beschäftigte sowie haupt- und ehrenamtliche Gewerkschafter von IG Metall und IG BAU einig.

Am 17. und 18. September haben die Branchensekretäre der IG BAU in einer dritten Info-Reihe die Reinigungskräfte im BMW-Werk Leipzig über den Stand der Tarifverhandlungen informiert und über das weitere Vorgehen diskutiert.

Mit dem BMW-Betriebsrat wurde vereinbart, dass ein Artikel in der Firmenzeitschrift erscheint und dass ein gemeinsames Flugblatt erstellt wird. Damit sollen auch die BMW-Beschäftigten über die Situation, die Sorgen und Nöte der Leute informiert werden, denen sie bei der Arbeit im Werk begegnen oder die die Maschinen und Arbeitsplätze in ihrer Abwesenheit reinigen.

Weitere Aktionen sind geplant und werden abgesprochen.

Das ist echte solidarische Unterstützung für die Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk durch die BMW-Betriebsräte und -beschäftigten! So geht gewerkschaftliche Solidarität über Firmen, Branchen und Einzelgewerkschaften hinweg.

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