IG BAU - die tun was!


Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut

Konzentriertes Zuhören und gezieltes Nachfragen bei den Teilnehmern
Konzentriertes Zuhören und gezieltes Nachfragen bei den Teilnehmern © IG BAU (Thomas Krumscheid)
16.06.2017
Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen führen zu Schmerzen und unermesslichem menschlichen Leid. Dies nicht nur für den direkt Betroffenen, sondern für die ganze Familie. Aber wer ist eigentlich verantwortlich für die Arbeitssicherheit, den Gesundheitsschutz im Betrieb und auf den Baustellen?

Ist es der Chef, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der SiGeKo, die Sicherheitsfachkraft oder der Betriebsrat oder vielleicht doch jede/r einzelne Arbeitnehmer/in?

Viele staatliche Vorschriften, an erster Stelle das Arbeitsschutzgesetz und die Betriebssicherheitsverordnung, enthalten rechtliche Regelungen, die für den Betrieb bindend sind.

Aber was passiert, wenn sich Keiner dran hält? Fordern wir dann unsere Rechte ein? Kennen wir überhaupt unsere Rechte? Wie können wir sie durchsetzen? Wer hilft dabei?

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz EU-OSHA stellt fest: Das Baugewerbe hat die meisten Sicherheits- und Gesundheitsprobleme.

"Hier besteht Handlungsbedarf", erkannte der Vorsitzende Friedrich Feldmann im Bezirksverband Aachen. "Wir müssen unsere Kolleginnen und Kollegen in die Lage versetzen, auch einmal NEIN zu sagen. Aber das geht nur, wenn sie das nötige Wissen haben."

In diesem Jahr führte der BzV Aachen bereits zwei Schulungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch. Etwa 50 Maschinisten, Poliere, Bauarbeiter, Maler und Dachdecker wurden von Rudi Clemens, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Vorsitzender des KV Heinsberg, unterwiesen. Unterstützt wurde er von Uwe Vohwinkel von der GUV-Fakulta.

Die Fragen "Wer trägt bei einem Unfall die Verantwortung?" und "Wer wird zur Verantwortung herangezogen?" wurden kontrovers diskutiert.

Der Erkenntnisgewinn war allumfassend. So manch einer ist im Anschluss an die Schulung Mitglied geworden.

"Wir wollen auch weiterhin Seminare für unsere Mitglieder und interessierte Arbeitnehmern/innen im Bezirksverband Aachen anbieten", sagt Friedrich Feldmann. Nur so erreichen wir, dass unsere Arbeitsplätze sicherer und sozialer werden.

Arbeits- und Gesundheitsschutz fängt bei jedem Einzelnen an und zieht sich durch alle von der IG BAU vertretenen Branchen. Er betrifft die Gebäudereinigerin genauso wie den Zimmermann oder Maler. "Dafür wollen wir euch fit machen", versprachen die Referenten.

Einige Kollegen nutzen die Schulung, um auch auf den Workers' Memorial Day (Gedenktag für bei der Arbeit getötete oder verletzte Menschen) aufmerksam zu machen, der in der Gedächtniskirche Berlin mit einem Gottesdienst begangen wurde.

IG BAU – die tun was!

IG BAU (Thomas Krumscheid)

Rudi Clemens gibt sein umfangreiches Wissen gerne weiter

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Mit interressantem Material werden beispielsweise auch Haftungsfragen geklärt

IG BAU (Thomas Krumscheid)

Gedenken anlässlich des Workers' Memorial Days