
© IG BAU (Gerd Vierhufe)
Seine Arbeit hat Oliver immer viel Freude gemacht, er war anerkannt von den Kollegen, beliebt bei den Kunden. Das änderte sich, als der neue Chef anfing. Nichts war mehr gut genug, alles bisher Geleistete zählte nichts. Nach allen Regeln des Mobbings wurde versucht, den Kollegen zur Kündigung zu bewegen.
„An einem Samstag kam ich zur Arbeit“, erzählt Oliver. „Ich wurde sofort wieder heimgeschickt mit der Bemerkung, ich sei betrunken“. Oliver ging - und zwar zur Polizei. Machte einen freiwilligen Alkoholtest, Ergebnis: negativ!
„Das ist ein besonders krasses Mobbing-Beispiel“, weiß Bärbel Langer, Rechtsschutzsekretärin der IG BAU. Sie hat Oliver D. beraten, als er völlig zermürbt war und bei seinem IG BAU-Bezirksverband Koblenz-Bad Kreuznach Rat suchte. „Durch die Gespräche mit ihr habe ich es geschafft, durchzuhalten, bis ich eine neue Anstellung gefunden hatte“, erzählt Oliver.
„Als Oliver mir von seiner neuen Stelle erzählte, konnte ich aktiv werden“, erinnert sich Bärbel Langer. Sie sprach mit dem Geschäftsführer des Gartencenters – und mit dessen Hauptgeschäftsführer im bayerischen Rain. Ihre Argumente waren gut – und der ausgehandelte Aufhebungsvertrag kann sich sehen lassen: sofortige Freistellung, 20.000 Euro Abfindung. Kurz darauf trat Oliver D. seine neue Stelle an.
Übrigens: Olivers Frau arbeitete im gleichen Betrieb, auch beinahe 20 Jahre. Als sie nach der Babypause zurückkehrte, wurde ihr das Leben ähnlich schwer gemacht wie ihrem Mann. Auch sie hat sich von Bärbel Langer beraten lassen. Die IG BAU hat für sie die sofortige Freistellung, Fortzahlung der Bezüge für ein halbes Jahr und 2.000 Euro Abfindung erreicht.
Bei Oliver und Bärbel ist die Freude über die erfolgreiche Vertretung durch die IG BAU groß, für sie ist ganz klar:
IG BAU – die tun was!
Im Bild (von links):
Nina D., Bärbel Langer, Oliver D.