Arbeitslosengeld II / Hartz IV


Hartz-Reform kein großer Wurf für Arbeitsmarkt

IG BAU zieht Bilanz: Mehr als 3,6 Millionen Dauerbezieher von Hartz IV

04.09.2012
Bilanz mit Schatten: Für den Arbeitsmarkt waren die Hartz-Reformen nicht der große Wurf“. Die IG BAU sieht die vor zehn Jahren begonnene Arbeitsmarktreform mehr als kritisch. Ein-Euro-Jobs, mehr Mini-Jobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse sowie ein Boom bei Leih- und Zeitarbeit – das vermeintliche Jobwunder durch die Hartz-Reformen hat sich bei näherem Hinsehen als ‚mehr Schein als Sein’ entpuppt.

Eine Steigerung hat es im Niedriglohnbereich gegeben. Zudem leben durch Hartz IV viele Menschen am Rande des Existenzminimums. Für sie ist die „gelobte Arbeitsmarktreform“ zur Armutsfalle geworden.

Auch mit Blick auf die Langzeitarbeitslosigkeit sieht sich die IG BAU in ihrer Kritik bestätigt. Erklärtes Ziel der Reform war es, die Langzeitarbeitslosen aus dem Abseits zu holen. Das hat nicht geklappt. Zu Beginn des Jahres gab es mehr als 3,6 Millionen Arbeitslose, die 2 Jahre oder sogar länger von Hartz IV lebten. Das sind 59,7 Prozent aller arbeitssuchenden Hartz IV-Empfänger.