„Die Beschäftigten sind schwer enttäuscht und wütend über die Hinhaltetaktik. Sie fordern zu Recht eine faire Beteiligung an den Ergebnissen des Konzerns“, sagte IG BAU-Verhandlungsführer Ingo Klötzer.
Inzwischen ist der Tarifvertrag ausgelaufen. Seit dem 1. März besteht bei Hochtief Solutions ein tarifloser Zustand. Das heißt, es besteht dort keine Friedenspflicht mehr. „Wir werden in den einzelnen Betrieben Aktionen starten“, kündigte Klötzer an. „Wenn die Arbeitgeber es darauf anlegen, kann sich das bis hin zu Warnstreiks ausweiten.“
Die IG BAU fordert für die Mitarbeiter der FM-Sparte von Hochtief Solutions 5,9 Prozent mehr Lohn. Das Unternehmen bietet dagegen auf die Laufzeit gerechnet gerade einmal ein Plus von rund 2 Prozent an. „Das gleicht noch nicht einmal die Inflationsrate von derzeit 2,3 Prozent aus“, stellte Klötzer fest. Bei den jüngsten Tarifabschlüssen in anderen Branchen von weit mehr als drei Prozent, passt das Angebot darüber hinaus überhaupt nicht in die Tariflandschaft. „Nach langer Zurückhaltung wächst die Einsicht, dass die Arbeitnehmer mehr im Portemonnaie verdient haben. Dieser Erkenntnis sollte sich Hochtief Solutions nicht verschließen“, sagte Klötzer. Er erwarte nun, dass die Arbeitgeberseite bis zum nächsten Sondierungsgespräch am kommenden Freitag ein verhandlungsfähiges, verbessertes Angebot vorlegt.
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