
Die IG BAU hatte zuvor das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt. „Wir kommen auf dem Verhandlungsweg nicht mehr weiter“, betonte IG BAU-Branchensekretär Mathias Kalusniak. „Piepenbrock zeigt keinerlei Bereitschaft zu Kompromissen. Der Arbeitgeber will offenbar austesten, wie entschlossen die Beschäftigten sind, für ihre Rechte zu kämpfen.“
Die IG BAU verhandelt bereits seit April des vergangenen Jahres mit Piepenbrock in Eisenhüttenstadt über einen Rahmentarifvertrag für das Unternehmen. Dieser liegt unterschriftsreif vor. Gleichzeitig laufen derzeit aber Verhandlungen über einen hauseigenen Entgelttarifvertrag. Die IG BAU hatte ein Plus von mindestens einem Euro die Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten gefordert. Piepenbrock bietet lediglich ein Plus von zwei Prozent an. Bei dem Ecklohn für Facharbeiter von 9,91 Euro pro Stunde wären das gerade einmal 20 Cent.
Gleichzeitig macht der Arbeitgeber nun den Abschluss des Rahmentarifvertrages von der Annahme des Lohnangebots abhängig. „Wir lassen uns weder mit Almosen abspeisen, noch lassen wir uns erpressen“, sagte Kalusniak. „Bereits bei den Warnstreiks im April haben die Beschäftigten Stärke bewiesen. Das Unternehmen hat sich trotzdem keinen Millimeter bewegt. Deshalb müssen wir den Druck nun erhöhen.“
Die Urabstimmung findet am morgigen Freitag um 13 Uhr im Werk des Stahlunternehmens ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt statt, in dem Piepenbrock Wartungen und Reparaturen ausführt. Sprechen sich die IG BAU-Mitglieder bei Piepenbrock für den Arbeitskampf aus, beginnt der Streik am gleichen Tag mit der Mittagsschicht.
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