IG BAU - die tun was!


Immer aktiv - immer dabei!

Mit dem Tarifbär die Forderung direkt übergeben
Mit dem Tarifbär die Forderung direkt übergeben © Dieter Marzahn
13.05.2016
"IG BAU - die tun was", dieser Slogan trifft auf den Bezirksverband Berlin voll zu! Denn zu tun gibt es mehr als genug. Zum einen unser Urthema: Tarifauseinandersetzung im Bauhauptgewerbe 2016/2017, denn eine Tarifrunde kann man das nicht mehr nennen. Nach bekannter Art wurden unsere Forderungen von der Großen Tarifkommission in Frankfurt a.M. beschlossen.

Wir in Berlin hatten die Möglichkeit, einer verantwortlichen Mitarbeiterin der Deutschen Bauindustrie diese Forderung mit unserem Baustellenteam und dem "Berliner Tarifbären" direkt und persönlich zu überreichen.

Danach tat sich nicht sehr viel bei den Arbeitgebern. Drei Verhandlungstermine zeigten, dass die Arbeitgeberseite kein ernsthaftes Interesse an einem friedlichen Zustandekommen eines, von beiden Seiten, annehmbaren Ergebnisses haben!

Das mussten wir auch so unseren Mitgliedern sagen. Da kam uns der 1. Mai gerade recht. Wo hat man sonst die Möglichkeit, soviele Interressierte auf unsere Probleme mit den Arbeitgebern hinzuweisen, als bei Demo, Kundgebung und Feier am 1. Mai.

Vor so impossanter Kulisse wie dem "Brandenburger Tor", war es für uns ideal, unsere Problematik öffentlich zu machen.

Bei den Diskussionen ging es nicht nur um die Tarifverhandlungen, sondern auch um die Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Mit diesen beabsichtigten Vereinbarungen befassen wir uns im Bezirksverband Berlin seit zwei Jahren. Wir haben einen Arbeitskreis gegründet, der sich regelmäßig trifft und unermüdlich nach Informationen forscht und Verbündete sucht.

Wir sind in Gesprächen mit den hiesigen Bundestagsabgeordneten, besonders wenn sie wiederholt durch überhebliche Unkenntnis versuchen, uns, unseren Kindern und Enkeln diese Abkommen als absolut fair und zu unser aller Wohl zu verkaufen.

Sie versuchen, über die gewünschten Erleichterungen bei Warenverkehr und Zöllen von den negativen Einschränkungen für Verbraucher und Arbeitnehmer abzulenken. Auch die beabsichtigten Schiedsgerichte werden geschönt. Man will uns glauben machen: ohne CETA und TTIP sei eine weitere Existenz nicht möglich.

Stimmten wir nicht zu, würden China und Indien sehr gerne ein solches Abkommen mit den USA abschließen. Soll heißen: dann wird dort eingekauft. Dazu hatten wir an unserem Stand breit gefächerte Informationen ausliegen, auf die begierig zugegriffen wurde. Zumal unsere Standbetreuer mit diesem Thema bestens vertraut sind.

Auch das leibliche Wohl wurde nicht vergessen. Die Kolleginnen und Kollegen aus dem OV Friedrichshain-Kreuzberg haben wieder unermüdlich "Berliner Schmalzstullen" geschmiert und dazu leckere Gurken an die Besucher verteilt. Da konnte auch unsere Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration des Landes Berlin, Dilek Kolat, nicht widerstehen. Für uns eine treffliche Möglichkeit für weitere Diskussionen.

Für uns als Bezirksvorstand, für unsere engagierten Funktionäre und auch unsere komplett anwesenden Sekretäre, bot der Stand am 1. Mai eine gute Möglichkeit, mit vielen ins Gespräch zu kommen und trotzdem einen entspannten Tag zu verbringen.

Für alle sichtbar: IG BAU - die tun was!

Ein Beitrag unseres Bezirksvorsitzenden in Berlin, Erhard Strobel mit Bildern unseres Kollegen Dieter Marzahn.

 Dieter Marzahn

Großes Interesse an den Themen der IG BAU, Tarifverhandlungen, Workers Memorial Day und vieles andere mehr

Dieter Marzahn

Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration des Landes Berlin hatte Appetit auf unsere Schmalzstullen und wir auf das Gespräch mit ihr