IG BAU - die tun was!


Jeder Mensch hat eine Chance verdient!

Bedra Duric (li.) und Annika Trechter (re.) mit  Robiel
Bedra Duric (li.) und Annika Trechter (re.) mit Robiel © Harry Gosch
15.04.2016
Unter diesem Motto stellte die Firma BOGDOL Gebäudemanagement GmbH den jungen Geflüchteten Robiel aus Eritrea als Auszubildenden in der Gebäudereinigung ein. Die Betriebsratsvorsitzende von BOGDOL in Hamburg, Bedra Duric, Mitglied des IG BAU Bezirksvorstandes in Hamburg, und ihr Gremium, unterstützen den jungen Eritreer mit allen erdenklichen Mitteln.

Eine Mammutaufgabe übernimmt die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) von BOGDOL. Von Behördengängen bis hin zu Sachunterstützungen organisieren die jungen Kolleginnen und Kollegen der JAV wirklich alles, um Robiel eine gute Integration zu ermöglichen.

Dass dies nicht immer einfach ist, kann JAV-Vorsitzende Annika Trechter nur bestätigen: „Das Hauptproblem ist doch die Bürokratie. Fehlende Genehmigungen und mangelnde Kommunikation von den Behörden machen einen guten Ausbildungsstart für junge Geflüchtete fast unmöglich. Die Behörden stimmen sich nicht untereinander ab, was zu erheblichen Problemen führt. Wenn man dann noch die Sprachbarrieren bedenkt, wird es kritisch. So kann Integration nicht funktionieren. Deshalb packen wir als JAV von BOGDOL die Sachen selber an. Denn wir haben einen Auftrag. Und der heißt: „Voller Einsatz für junge Kolleginnen und Kollegen“, egal, woher sie kommen.“

Und das macht sich bemerkbar. Bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von BOGDOL kommt Robiel gut an. Sie sprechen von „einem sehr motivierten, freundlichen und stets engagierten Kollegen“.

Auch die IG BAU will helfen

„In Zeiten, wo Rassismus wieder gesellschaftsfähig zu werden scheint und rechtspopulistische Parteien an Zuwachs gewinnen, ist eine solche Aufopferung keine Selbstverständlichkeit., sagt Harry Gosch (Gewerkschaftssekretär in Ausbildung bei der IG BAU und ehemals Bundesjugendvorsitzender).

„Es ist erstaunlich und gleicht einer Heldentat wie sie im Buche steht, wie sich die jungen Kolleginnen und Kollegen der JAV von BOGDOL neben ihrer Ausbildung, JAV-Arbeit und Privatleben für Robiel einsetzen. Da können sich einige Menschen, die in unserer Gesellschaft die Klappe weit aufreißen und gegen Menschen hetzen, die nichts weiter als ein ruhiges und normales Leben führen wollen, eine gehörige Scheibe von abschneiden.
 
Deshalb wird auch die IG BAU Hamburg die Kolleginnen und Kollegen der JAV von BOGDOL unterstützen. „Wir als Gewerkschaft wollen, dass jeder Mensch eine Chance bekommt, sich zu beweisen. Jeder Mensch soll die Möglichkeit bekommen, ein gutes Leben und eine faire Arbeit zu haben. Die Medien sind voll von Krieg, Leiden und Menschen, die alles aufgeben und fliehen mussten, um am Leben zu bleiben. Diese Menschen brauchen Perspektiven und vor allem Hilfe, um sich in einem Land, in dem sie sich absolut nicht auskennen, zurechtzufinden.“, sagt André Grundmann ( Regionalleiter IG BAU Nord).

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