IG BAU - die tun was!


"Kaufen Sie nicht die Katze im Sack!"

IG BAU Thüringen macht mobil gegen TTIP und Ceta

Öffentliches Gericht
Öffentliches Gericht © Klaus Schwarzbeck
16.12.2016
Angeklagt und öffentlich gerichtet! Flashmob-Aktion der drei Thüringer IG BAU-Bezirksverbände am 5. November 2016 in Suhl. Bürgerinformation und Protest gegen die Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und CETA mit Kanada.

Unter dem Motto "Kaufen Sie nicht die Katze im Sack!", informierte die Thüringer IG BAU in Suhl über TTIP und CETA. Startpunkt war der Platz der Deutschen Einheit. Hier und an drei anderen Orten wurden Gerichtsverfahren komödiantisch dargestellt. Richter und Angeklagte spielten Schiedsgericht. Die Angeklagten wurden verurteilt und mit dem "Hammer" gerichtet.

"Auch wenn die externen Schiedsgerichte mittlerweile unter Druck geraten sind, liegen noch keine Alternativen auf dem Tisch", erklärt Ralf Eckardt, Bezirksvorsitzender der IG BAU Erfurt. Es besteht noch immer der Eindruck, als ob es sich hier um ein Vertragswerk handelt, das nur der Wirtschaft und der Finanzwelt dient. Großunternehmen werden abgesichert und Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte eingeschränkt oder gar abgeschafft.

Die Gewerkschafter nennen den geheimen Verlauf der Verhandlungen undemokratisch, ja sogar unseriös. Der Verhandlungsverlauf ist ja nicht einmal für die Parlamentarier, die darüber abstimmen sollen, transparent.

"Selbstverständlich würden wir eine Stärkung der Wirtschaft und ein Zusammenrücken mit Handelspartnern und Arbeitnehmern in den USA begrüßen. Das vorliegende Freihandelsabkommen halten wir jedoch dafür für völlig ungeeignet", so Eckardt weiter.

Mit dem Ziel, voneinander zu lernen, tagten die Bezirksverbände in Thüringen zum zweiten Mal gemeinsam. Der erfolgreiche Flashmob in Suhl zeigt: "Gemeinsam erreichen wir mehr!"

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Klaus Schwarzbeck

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