IG BAU - die tun was!


Kein Tariflohn - keine Zuschläge - nicht mit uns!

Gute Arbeit - guter Lohn, dann erst kommt ein Haken drunter!
Gute Arbeit - guter Lohn, dann erst kommt ein Haken drunter! © IG BAU
28.08.2015
Seit 2005 gibt es auf dem Gebiet der Maler- und Lackierer-Landesinnung Mecklenburg keinen aktuellen Lohntarifvertrag, und Zuschläge aus dem Rahmentarifvertrag werden vorenthalten. Nun haben die Beschäftigten der Fa. Gregarek aus Neustrelitz die "Nase voll".

Bereits seit 2005 ist die Landesinnung Mecklenburg nicht mehr bereit, den jeweils aktuellen Lohntarifvertrag für das Maler- und Lackierer-Handwerk zu übernehmen, geschweige denn, mit der IG BAU einen eigenständigen Lohntarifvertrag für das Innungsgebiet auszuhandeln.

Die Maler und Lackierer in Mecklenburg erhalten lediglich den Mindestlohn. Auch Zulagen und Zuschläge aus dem Rahmentarifvertrag werden oft nicht oder nicht vollständig gewährt. So wurde den Beschäftigten der Fa. Gregarek aus Neustrelitz auf öffentlichen Baustellen Ansprüche für die Nah- und Fernentsendung vorenthalten.

Jetzt platzte den Leuten der Kragen. "Arbeiten für so wenig Stundenlohn und dann auch noch auf Ansprüche verzichten?", schimpften sie. "Nicht mehr mit uns!", wurde beschlossen und eine gewerkschaftliche Betriebsgruppe gegründet.

Nachdem sich die Beschäftigten bei der IG BAU gemeldet hatten, wurde der Sachverhalt bei vielen Baustellengesprächen erörtert. Fazit: "Wir verzichten nicht mehr auf unsere Ansprüche! Faire Arbeit - Jetzt!"

Gesagt, getan und eine Beitrittserklärung zur IG BAU unterschrieben. Der Organisationsgrad schnellte in die Höhe, fast 85 Prozent der gewerblichen Arbeitnehmer sind jetzt Mitglied der IG BAU. Zur gegenseitigen Stärkung und um den Zusammenhalt zu fördern, wurde eine Gewerkschaftsgruppe für den Betrieb gegründet. Hier ist der Ort, wo man sich austauscht und abspricht. Zur Beratung und Unterstützung ist der IG BAU-Sekretär Hans-Joachim Tölg meist mit dabei.

Die Kollegen entschlossen sich, den Rechtsweg zu beschreiten und machten ihre Forderungen gegenüber dem Arbeitgeber geltend. Es passierte nichts!

Begleitet von der IG BAU im Bezirksverband Mecklenburg und vertreten von der DGB Rechtsschutz GmbH wurden die Ansprüche beim zuständigen Arbeitsgericht eingeklagt. Bisher hat sich weder der Arbeitgeber, noch der ihn vertretende Rechtsanwalt gemeldet.

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