
Die europäischen Gewerkschaften sind ein Schlüsselakteur bei der Umsetzung der umwelt- und industriepolitischen Ziele, besonders hinsichtlich der Auswirkungen dieser Politikstrategie auf Umfang und Qualität der Beschäftigung
Ohne die aktive Unterstützung der Beschäftigten und ihrer Interessenvertreter in den Regionen und Betrieben wird die europäische Strategie nicht erfolgreich sein können. Doch was bedeutet das für das konkrete Handeln von Gewerkschaften und Interessenvertretungen? Wie können Umweltschutz und gute Arbeit verknüpft werden? Welche Unterstützung brauchen gewerkschaftliche Akteure, die sich an der Umsetzung dieser Zukunftsaufgabe stärker beteiligen wollen?
Diese Fragen bearbeitet ein internationales Team gewerkschaftlicher Akteure aus sechs Ländern im Rahmen des Projektes „Trade Union Green Delegates for Europe 2020 Objectives“. Experten der IG BAU Westfalen und des DGB NRW beteiligen sich an dem Projekt, dass auf deutscher Seite von Arbeit und Leben NRW koordiniert wird.
Schon beim ersten Treffen im Januar 2012 in Florenz wurde rasch klar: Gewerkschaften in Europa stehen vor großen Herausforderungen. Zugleich ist klar: es gibt bereits vielfältige Ansätze, Konzepte und Instrumente, mit denen Gewerkschaften die Entwicklung nachhaltigen Wirtschaftens begleiten. Die Projektpartner werden in den kommenden Monaten Beispiele guter Praxis aus ihren Ländern zusammentragen und sie in übersichtlicher Form in einem Leitfaden für gewerkschaftliche Akteure aufbereiten.
Die Projektlaufzeit endet am 31. August 2012. Das einjährige Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.
Ein Beitrag unseres Kollegen Achim Vanselow und unserer Kollegin Sabine Katzsche-Döring.