
Hintergrund des Ausstandes ist die Verweigerungshaltung der Piepenbrock-Chefs bei den laufenden Haus-Tarifverhandlungen. „Seit einen Jahr treten wir bei den Verhandlungen um einen neuen Rahmentarifvertrag auf der Stelle. Darüber hinaus mauern die Arbeitgeber auch bei den Lohnverhandlungen“, so Gewerkschaftssekretär Mathias Kalusniak von der IG BAU Region Berlin-Brandenburg.
Neben einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung und Verbesserungen bei den Jahressondervergütungen fordert die IG BAU eine Erhöhung des Eckstundenlohnes von 9,91 Euro um 1 Euro. „Unserer Forderung nach einer Lohnerhöhung von 5 Prozent in diesem, sowie 5 Prozent Plus im kommenden Jahr steht ein Arbeitgeber-Angebot von gerade einmal 2 Prozent gegenüber“, so der IG BAU-Sekretär. „Die Beschäftigten fühlen sich ‚verschaukelt’, ihre Geduld ist erschöpft“. So hätten auf der jüngsten Belegschaftsversammlung die Mitarbeiter einstimmig für den Warnstreik gestimmt. Damit solle den Piepenbrock-Chefs ein letztes, unmissverständliches Signal gegeben werden. „Mit ihrer starren Haltung ziehen die Arbeitgeber in jedem Fall den Kürzeren. Die Zeit läuft gegen sie. Wenn bis zum 20. April kein akzeptables Angebot vorliegt, werden wir dem IG BAU-Bundesvorstand empfehlen, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären,“ so der IG BAU-Sekretär.