Bauhauptgewerbe


Saisonkurzarbeitergeld kann ab sofort einfacher beantragt werden


© Rainer Sturm / Pixelio.de
07.11.2016
Baugewerbe, Dachdeckerhandwerk, Gerüstbau sowie Garten- und Landschaftsbau sind in den Wintermonaten häufig durch witterungsbedingten Arbeitsausfall betroffen. Eine Absicherung gegen Kündigungen im Winter ist das von der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlte Saisonkurzarbeitergeld, das verhindert, dass Unternehmen einen Teil ihrer Beschäftigten aufgrund von Auftragsmangel entlassen. 2006 eingeführt, wurde es jetzt vereinfacht.

Bislang mussten die Unternehmen bei wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfällen wie Auftragsmangel eine Anzeige über den Beginn des Ausfalles bei der Agentur für Arbeit stellen. Beruhte der Arbeitsausfall auf der Witterung, war dies nicht notwendig. Mit der gesetzlichen Neuregelung entfällt die Anzeigepflicht nun vollständig, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit.

Für den Bezug des Saison-Kurzarbeitergeldes, egal durch welchen Ausfall verursacht, müssen künftig nur noch die entsprechenden Abrechnungsunterlagen eingereicht werden. Aufzeichnungen, die Gründe für die Arbeitsausfälle belegen, sind auch weiterhin aufzubewahren.
 
Das Saison-Kurzarbeitergeld kann von Dezember bis März für Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks und des Garten- und Landschaftsbaus in Anspruch genommen werden. In Betrieben des Gerüstbaus beginnt die Schlechtwetterzeit am 1. November und endet am 31. März.

Die Neuregelung beruht auf dem Inkrafttreten des „Gesetzes zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung“ (AWStG). Hier wurde die Regelung zur Anzeige des Arbeitsausfalls beim Saison-KuG ersatzlos gestrichen (§ 101 Abs. 7 SGB III).