
Das blühende Geschäft mit Blumen zum Valentinstag hat eine welke Seite: Die Floristinnen arbeiten oft zu niedrigen Löhnen“. Die IG BAU spricht vom „wachsenden Frust hinter den Blumentheken“.
Der Job der Floristinnen isti einfach zu schlecht bezahlt. Viele Floristinnen in Westdeutschland gehen mit rund 1.360 Euro brutto nach Hause. Im Osten liegen die Löhne oft noch deutlich darunter - und das für einen Vollzeitjob. Das ist nicht einmal die Hälfte des durchschnittlichen Haushaltseinkommens in Deutschland. Zur Jahresmitte wird die IG BAU in harte Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Floristenbranche treten.
Mit dem ‚Valentins-Euro’ will die IG BAU die ‚Blumen-Chefs’ nicht einen Cent von ihrer Verpflichtung befreien, endlich faire Löhne zu zahlen. Er ist aber eine Anerkennung für die gute und kreative Arbeit, die die Floristinnen leisten, und ein
beschämendes Signal an die Arbeitgeber.
Hinter jedem Blumenstrauß steckt ein hartes Stück Arbeit: „Die Floristinnen haben kaum mehr als zehn Minuten Zeit für ein Gebinde. Der Arbeitstag beginnt frühmorgens mit Kistenschleppen auf dem Großmarkt und endet nicht selten nach zwölf Stunden mit Rückenschmerzen vom langen Stehen. Das ist auf jeden Fall ein Trinkgeld als Dankeschön wert – gerade am Valentinstag.