IG BAU - die tun was!


Von Null auf 3 Millionen!

Sozialtarifvertrag nur für IG BAU-Mitglieder!

Miteinander und mit der IG BAU
Miteinander und mit der IG BAU © IG BAU (Mehriban Özdogan)
03.02.2017
Die Beschäftigten von Xervon sollten von ihrer Geschäftsleitung ein besonderes "Weihnachtsgeschenk" bekommen. Das Unternehmen, das zur Remondis Gruppe gehört, gab Anfang Dezember bekannt, dass die Xervon Bauwerkserhaltung GmbH in Langenfeld geschlossen wird. 177 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten zum Jahresende die Kündigung erhalten.

Die Xervon BWE GmbH wurde 2013 ohne Gewinnabführungsvertrag selbständig, nun sollte sie einfach so zugemacht werden. Das Ganze ohne Sozialplan und Abfindungen, da die Wirtschaftlichkeit des Hauptunternehmens in diesem Fall keine Rolle spielt.

Das wollten Belegschaft und Betriebsrat nicht hinnehmen und schalteten die IG BAU ein. Schon während der ersten Gespräche machten die Beschäftigten ihren Widerstand mit Transparenten auf dem Werksgelände deutlich sichtbar. Sie setzten das Unternehmen unter Druck und konnten so die Gespräche erfolgreich gestalten.

"Dass der Betrieb angeschlagen ist, wussten wir," sagt der Betriebsratsvorsitzende Manfred Tauscher, "denn es besteht bereits seit 2014 ein Sanierungstarifvertrag. Aber jetzt ohne einen Cent vor die Tür gesetzt zu werden, wäre eine Unverschämtheit gewesen."

Die Arbeitsplätze konnten leider nicht erhalten werden. Doch es gibt einen Lichtblick: Es konnte ein Sozialplan mit einem Gesamtvolumen von ca. 3 Millionen Euro ausgehandelt werden. Das Besondere dabei: der Sozialtarifvertrag, von dem nur die Gewerkschaftsmitglieder profitieren.

Mit großem Engagement der Mitglieder und dem Verhandlungsgeschick des Regionalleiters der IG BAU, Holger Vermeer, ist es gelungen, 350.000 Euro exklusiv für die IG BAU-Mitglieder zu vereinbaren. Hier wird ganz deutlich: Mitgliedschaft zahlt sich aus. In diesem Fall sogar doppelt: durch den erstrittenen Sozialplan und den Bonus für IG BAU-Mitglieder.

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