IG BAU - die tun was!


Wer Wind sät, wird Sturm ernten

Für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Bombardier
Für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Bombardier © IG BAU (Ute Rodig)
01.04.2016
Sie wollen die Fachkräfte in der Region halten und den Weggang junger Leute aus der Region verhindern. Der Bezirksvorstand der IG BAU Ostsachsen setzt sich für die Region ein und mit den politischen Kräften vor Ort zusammen. Sie wenden sich gegen massiven Jobabbau und kämpfen für eine lebendige Zukunft in Ostsachsen.

Als in Deutschland die erste Eisenbahn fuhr, wurde kurze Zeit später in Bautzen und Görlitz Eisenbahnbau betrieben. Inzwischen gehören die traditionsreichen Werke dem kanadischen Schienenfahrzeughersteller Bombardier. Das 1846 in Bautzen gegründete Werk ist für seine Straßenbahnen und das 1849 in Görlitz gegründete Werk für Doppelstockwaggons bekannt.

Von den 3.500 Arbeitplätzen sollen knapp 1.000 Stellen wegfallen. Ein schwerer Schlag für die Region, denn der Wegfall dieser Arbeitzplätze wird zu einer Minderung der Stellen um das 3-fache in der heimischen Wirtschaft führen. In einer wirtschaftsschwachen Region wie Ostsachsen bedeutet dies nicht nur 1.000 bis 3.000 Einzelschicksale, sondern auch ein mehrfaches an betroffenen Familienangehörigen.

Wir können nicht tatenlos mit ansehen, wie durch Missmanagement und Konzeptionslosigkeit in den Chefetagen unsere Region einen derartigen Aderlass erleidet, sagt die IG BAU Ostsachsen und entschied, sich einzusetzen. Es wurde mit Kolleginnen und Kollegen der Einzelgewerkschaften und des DGB beraten, sich mit Kommunal- und Landespolitikern zusammengesetzt und die Bombardier-Beschäftigten bei ihren Aktionen unterstützt.

Wir setzen uns ein für Fachkräfte, wir wollen die jungen Familien in unserer Region halten, so das Motto. Wir benötigen die Kreativität der Leute und wollen zusammen die Zukunft in einer lebenswerten Region Ostsachsen gestalten. Dafür nahmen Kolleginnen und Kollegen aus den Ortsverbänden Bautzen, Niesky, Löbau und Bischofswerda spontan an den Protestaktionen am 17. März 2016 vor den Werktoren von Bombardier teil, um ihre Solidarität mit den Beschäftigten zu demonstrieren.

Das empathielose Verhalten eines Bombardier-Managers, der bei Leiharbeitern von „Atmungsmasse“ spricht, darf nicht hingenommen werden. Es handelt sich hier nicht um verschlissene Produktionsteile, sondern um Beschäftigte, um Menschen, die mit ihrer Arbeit Werte schaffen und Familien ernähren.
 
Seite an Seite mit den Einzelgewerkschaften, dem Bürgermeister der Stadt Bautzen, dem Staatssekretär des sächsischen Wirtschaftsministeriums, Abgeordneten von SPD und CDU, zeigte die IG BAU Ostsachsen "Wir sind alle Bombardier".

Der Bezirksvorstand Ostsachsen mischt sich aktiv in die Geschicke der Region ein. Als Unwort des Jahres haben die Kolleginnen und Kollegen „ATMUNGSMASSE“ favorisiert.

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Einsatz für die Zukunft der Jungen