IG BAU - die tun was!


Winter(un)ruhe bei der AG für Steinindustrie in der Vordereifel

BR-Vorsitzender Ralf Wagner (Mitte) <br />und seine Mannen  lassen sich <br />nicht alles gefallen
BR-Vorsitzender Ralf Wagner (Mitte)
und seine Mannen lassen sich
nicht alles gefallen © IG BAU (Friedhelm Höcker)
22.04.2016
Im Unternehmen mit mehreren Natursteinwerken in der Vordereifel und am Rhein sind alle schon auf Weihnachten eingestellt, als der Chef den Betriebsrat mit einer bösen Überraschung konfrontiert. Dass sich am Ende alles zum Guten wendet, liegt an der guten Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten, Betriebsrat, IG BAU und DGB-Rechtsschutz.

Acht Arbeitnehmer sollten eine sogenannte tarifliche Winterkündigung ( 3-Tage-Kündigungsfrist mit Wiedereinstellung) erhalten, obwohl die im Tarifvertrag (Steine-Erden-Industrie) aufgegebenen Vorbedingungen nicht erfüllt waren.

Schnell holte sich der BR-Vorsitzende Ralf Wagner bei der IG BAU in Koblenz die notwendige Unterstützung. Gemeinsam wurde ein qualifizierter Widerspruch für den Betriebsratsbeschluss zu dieser abstrusen Kündigungsabsicht erarbeitet.

Trotzdem sprach der Arbeitgeber die acht Kündigungen aus. Das traf die sieben Gewerkschaftsmitglieder in der Vorweihnachtszeit besonders heftig. Was jetzt?

Die Situation war klar, die Kündigungen waren rechtlich nicht haltbar. Das konnte aber nur das Arbeitsgericht feststellen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat informierte die IG BAU die bisher noch nicht Organisierten, dass auf Kosten der IG BAU ( in der Mitgliedschaft enthaltener kostenloser Rechtsschutz in allen arbeits- und sozialrechtlichen Fragen) gegen diese Kündigungen Klage beim Arbeitsgericht eingereicht werden kann.

Um Einkommensverluste zu vermeiden, denn bis zur Wiedereinstellung hätte es nur Arbeitslosengeld gegeben, wurden fristgerecht Kündigungsschutzklagen beim zuständigen Arbeitsgericht erhoben.

Sollte das Arbeitsgericht die Unwirksamkeit der ausgesprochenen Kündigungen feststellen, dann muss der Arbeitgeber die Differenz zwischen Arbeitslosengeld und tariflichem Einkommen nachzahlen.

Die Verfahren wurden vom DGB-Rechtsschutz erfolgreich geführt. Die Kündigungen wurden vom Arbeitgeber zurück genommen.

Eine Kündigungsrücknahme erhielten alle betroffenen Arbeitnehmer, die Nachzahlung der Lohndifferenz zwischen normaler Arbeitszeit und Arbeitslosengeld erhielten natürlich nur die klagenden Kollegen.

Mut, Entschlossenheit und Zusammenarbeit mit der IG BAU waren Garant für diesen Erfolg, der sich auch auf dem Bankkonto abbildete. Und sie haben sich Respekt erarbeitet im Betrieb und beim Arbeitgeber.

IG BAU - die tun was!