Gebäudereinigung


Ausbildung und Arbeit wertschätzen – Image der Branche verbessern


© IG BAU
15.06.2018
Mit diesen Worten lassen sich die Ergebnisse des Sozialpartnerdialogs, der am Mittwoch, den 13.Juni am Alexanderufer in Berlin stattfand, zusammenfassen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Joboption Berlin, einem Projekt, welches aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert wird.

Eingeladen waren Teilnehmer aus unterschiedlichen Berliner Institutionen. Vertreter der Senatsverwaltung, der Berliner Handwerkskammer, der Unternehmen, der IG BAU, des DGB‘s sowie Betriebsräte, diskutierten bei dem drei stündigen Workshop zum Thema „Gute Arbeit in der Gebäudereinigung stärken“. Dabei berieten sie mögliche Handlungsfelder, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Gebäudereinigungsbranche beitragen können.

Neben den Vorteilen sowie den Herausforderungen bei der Umsetzung der tageszeitlichen Reinigung, standen die Themen Arbeitszeit, Leistungsverdichtung sowie Wertschätzung im Mittelpunkt der Diskussion. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Arbeit der Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk stärker wertgeschätzt werden muss, um langfristig Fachkräfte zu gewinnen.

„Wir als Unternehmer, sowie der Innungsverband, sollten uns das Ziel setzen Ausbildung qualitativ zu verbessern“, beschreibt Gebäudereinigermeister Christian Heistermann ein weiteren Weg, um das Image der Branche zu verändern.

Auch die geringe Wertschätzung von Gesellen ist dem Geschäftsführer der HSG Heistermann-Gebäude-Service GmbH ein Dorn im Auge: „Die klein- und mittelständischen Unternehmen wünschen sich, dass Beschäftigte mit Ausbildung mehr verdienen als vor ihrer Ausbildung.“

Dieser Wunsch deckt sich mit den Forderungen der Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk: Eine eigene Lohngruppe für Gesellen, die sicherstellt, dass der Abschluss wertgeschätzt wird sowie die Neuregelung der Eingruppierung ist eine zentrale Forderung in den aktuellen Rahmentarifverhandlungen.

Die Veranstaltung fand zwei Tage vor dem Tag der Gebäudereinigung statt. Deshalb haben es sich die Teilnehmer nicht nehmen lassen, mit einem Transparent auf dieses berechtigte Anliegen hinzuweisen.

Ein Beitrag unseres Kollegen Jens Korsten.