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Betriebsratswahlen 2018

IG BAU zieht erste positive Bilanz


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 17.10.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zieht eine erste positive Zwischenbilanz der Betriebsratswahlen. Aufgrund von Nachmeldungen liegen die endgültigen Zahlen noch nicht vor. „Die Betriebsratswahlen sind für die IG BAU erfolgreich verlaufen. Darauf deutet der Organisationsgrad der Betriebsräte hin", sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Robert Feiger weiter: „Im Branchendurchschnitt liegt die IG BAU deutlich über 50 Prozent. Damit sind mindestens sechs von zehn Betriebsräten in den von der IG BAU vertretenen Branchen Gewerkschaftsmitglied. Betriebsräte sind für uns der Zugang zu der Belegschaft und damit wesentliche Träger bei Tarifauseinandersetzungen. Wie stark wir in den Betrieben sind, hängt maßgeblich von den Betriebsräten ab. Deshalb gilt es, auch in Zukunft weiter an dem Organisationsgrad zu arbeiten.“

In den vier Jahren bis zur kommenden Betriebsratswahl will die IG BAU gemeinsam mit den Betriebsräten junge Beschäftigte für die Gremienarbeit gewinnen. „Die Suche nach Kolleginnen und Kollegen, die am Anfang des Berufslebens stehen und sich als Betriebsrat engagieren wollen, gleicht oftmals der Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagte Feiger. „Ich glaube aber, dass sich so langsam bei jüngeren Menschen ein Umdenken einstellt. Gute Arbeitsbedingungen rücken stärker in den Fokus. Diese um- und durchzusetzen ist Kern der betrieblichen Mitbestimmung.“

Die IG BAU hat ein Bildungsprogramm aufgelegt und bietet in ihrem Tagungs- und Bildungszentrum in Steinbach sowie deutschlandweit Seminare für Betriebsräte an.
Positiv bewertet die IG BAU, dass bei den Wahlen rechte Gruppierungen so gut wie keinen Einfluss hatten. „Rechte Listen gab es in den Branchen der IG BAU nicht“, stellte Feiger fest. „Das heißt nicht, dass wir uns darauf ausruhen können. Wir werden die Meinungshoheit in den Betrieben behaupten und ausbauen. Für uns steht der Mensch im Vordergrund – gleich welcher Hautfarbe, Religion, Herkunft oder sexuellen Orientierung.