Tarife


Maler und Lackiererhandwerk: Eklat bei Tarifverhandlungen


23.04.2018
Nach kurzer und äußerst kontrovers geführter Diskussion endete die erste Verhandlung zum Bundesecklohntarifvertrag für das Maler- und Lackiererhandwerk am 19. April in Fulda bereits nach 25 Minuten in einem Eklat.

Die wirtschaftliche Situation der Branche ist außerordentlich gut. Das Malerhandwerk profitiert sowohl vom Wohnungsneubau als auch von Privatkunden, die ihre Wohnung verschönern wollen. Die Umsatzzuwächse der vergangenen Jahre werden sich auch in diesem und in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Die Betriebe haben lange Auftragsvorläufe und mittlerweile werden Fachkräfte im Malerhandwerk knapp.

Die Arbeitgeber bestritten, dass sich ihre Branche positiv entwickelt und noch bevor unsere Forderungen vorgetragen werden konnten, belasteten die Arbeitgeber mit einer Vielzahl von Problemen die Gespräche, die sie gern gelöst hätten. Als am Ende noch eine Verknüpfung dieser Punkte mit den Lohntarifverhandlungen durch die Arbeitgeber erfolgte, verließ die Verhandlungskommission der IG BAU den Raum.

Abschließend wurde vereinbart, am Rande der Gremiensitzung der Malerkasse am 26. April über die Weiterführung der Verhandlungen zu sprechen.

Bereits jetzt wird sehr klar, dass es auf Arbeitgeberseite wenig Bereitschaft gib, ernsthafte Verhandlungen zu führen.