Senioren


Rück- und Ausblick

Seniorenvorstände der SATS-Region ziehen Bilanz und planen die Zukunft


© IG BAU (Bernd Unbescheid)
30.01.2019
Es ist inzwischen eine gute Tradition geworden, dass sich zum Ende eines jeden Jahres die Vorsitzenden und Stellvertreter der Seniorenvorstände aus den zehn Bezirksverbänden der Region Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen (SATS) zu einer zweitägigen Klausur zusammenfinden. Aktuelle Schwerpunktthemen unserer Gewerkschaft standen auf der Tagesordnung.

So wurden die vom IG BAU-Bundesvorstand erarbeiteten „Fünf Grundsätze gegen rechts“ mit großem Interesse aufgenommen. Mit interessanten Beispielen aus dem direkten Umfeld wurde die Bedeutung unterlegt, Die lebhafte Diskussion zeigte, dass Seniorinnen und Senioren sich ganz persönlich mit diesem Thema auseinandersetzen und sich aktiv an Aktionen des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften beteiligen. Sie erklärten sich bereit mit hauptamtlichen Kollegen Baustellen zu besuchen, um die Diskussion mit unseren Kollegen zu unterstützen.

Sie machten auch auf die Notwendigkeit aufmerksam, Unterricht an Schulen durch Gewerkschaftssekretäre abzusichern. Es gilt, die Chance junge Menschen zu informieren und für gesellschaftspolitische Themen zu sensibilisieren, noch besser zu nutzen.

Das „Bedingungslose Grundeinkommen“ war ein weiteres Thema. Als Einstieg in die Diskussion informierte Elke Garbe über eine Podiumsdiskussion zur Klausurtagung des Gewerkschaftsbeirates im November. Die Seniorinnen und Senioren waren sich einig: Ein „Grundeinkommen“ kann es nicht bedingungslos geben. Es würde den Sozialstaat zerstören. Arbeit und Löhne würden entkoppelt und die Tarifpolitik der Gewerkschaften überflüssig machen.

Im Zukunftsprojekt „Digitalisierung 4.0“ muss gesichert werden, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren. Jobs, die in den nächsten Jahrzehnten wegfallen, könnten beispielsweise durch Verkürzung der regulären Arbeitszeit kompensiert werden.

Zum Thema „Bürgerversicherung“ wurde auf zurückliegende Initiativen der IG BAU hingewiesen und darauf gedrungen, diese wieder auf die Agenda zu stellen.

Senioren unserer Gewerkschaft, die an interessanten Besuchen von Bundestag und Landtagen, Ausflügen und Reisen zu Sehenswürdigkeiten unserer Heimat teilnehmen, werden ihre Mitgliedschaft nicht kündigen. Die Möglichkeiten mit prominenten Politikern zu diskutieren, finden großes Echo bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Politisches Engagement ist vielen unserer Senioren sehr wichtig, und die Seniorenveranstaltungen geben ihnen dazu eine Plattform.

Die daran anschließende Diskussion zur Gestaltung der Haltearbeit zeigte, dass vor allem der Flyer „Warum viele auch im Rentenalter Mitglieder in der IG BAU bleiben“ ein wichtiges Hilfsmittel bei Rückholgesprächen ist.

Auch der Ausblick auf die Programme der Seniorenvorstände für 2019 zeigte, dass besonders die anstehenden Landtagswahlen genutzt werden, um mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen, zu erfahren, welche Ziele sie haben und ihnen zu erklären, welche Forderungen wir Senioren haben.

Die ehrenamtlich aktiven Senioren unserer SATS-Region waren sich einig. Sie werden auch im Jahr 2019 ihre Aktivitäten fortsetzen und vor allem neue Mitstreiter für die zukünftige Seniorenarbeit in unser Gewerkschaft gewinnen.

Ein Artikel unserer Kollegin Elke Garbe und unseres Kollegen Bernd Unbescheid.