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Schlichtung steht auf Messers Schneide

Tarifrunde im Maler- und Lackiererhandwerk


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 29.08.2018
Die Schlichtung für die rund 130 000 Maler und Lackierer endete heute am frühen Morgen ohne Einigung. Nach 17 Stunden intensiver und kontroverser Verhandlung trennten sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz ohne Ergebnis. Damit geht die Schlichtung in die zweite Runde.

„Die Verhandlungen stecken fest. Sämtliche Vorschläge der IG BAU wurden von der Gegenseite abgelehnt. Im Gegenzug zeigten die Arbeitgeber kein kompromissfähiges Entgegenkommen, sondern beharrten über Stunden auf ihrer Position, dass es so gut wie nichts zu verteilen gäbe. Mit dieser Form der Nicht-Verhandlung setzen die Arbeitgeber den Erfolg der Schlichtung aufs Spiel“, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender und Ombudsmann Robert Feiger.

„Die Blockadehaltung der Arbeitgeber ist angesichts der guten Konjunktur der Maler- und Lackiererbetriebe völlig unverständlich. Sie ist gleichzeitig vollkommen verantwortungslos, weil es ein mehr als bitteres Signal an die Beschäftigten der Branche sendet. Wie mit dieser Haltung für die Attraktivität des Berufs geworben werden soll, bleibt das Geheimnis der Arbeitgeber“, ergänzte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

Die IG BAU fordert sechs Prozent mehr Lohn sowie eine deutliche Erhöhung des 13. Monatseinkommens und einen Angleichungsschritt der Ost- an die Westlöhne.