Tarife


Steine- und Erdenindustrie Hessen: Arbeitgeber legen unzureichendes Angebot vor

20.04.2018
Am 19. April fand in Oberursel die erste Tarifverhandlung zum Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Steine- und Erdenindustrie Hessen statt. Die Tarifkommission der IG BAU hat ihre nachstehenden Forderungen vorgetragen und begründet:
  • Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten.
  • Differenzierungsklausel – Vorteile ausschließlich für Mitglieder der IG Bauen-Agrar-Umwelt.
  • Regelungen zur Attraktivitätssteigerung für Auszubildende:
    - die deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen,
    - die Übernahme der Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung sowie
    - eine arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge für Auszubildende

Nach einer intensiven Diskussion zur wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Branchen legten uns die Arbeitgeber ein erstes, offizielles, aber völlig unzureichendes Angebot auf den Tisch:

  • Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 24 Monaten ab 1. April 2018 haben.
  • Die Entgelte sollen
    - ab 1. Juni 2018 bis zum 31. Mai 2019 um 2,1 Prozent und
    - ab 1. Juni 2019 bis zum 31. März 2020 um weitere 1,9 Prozent
    steigen.
  • Zu der Forderung nach überproportionaler Anhebung der Ausbildungsvergütung und zur Altersvorsorge für Auszubildende wollen die Arbeitgeber gemeinsam mit uns Vorschläge erarbeiten.
  • Die Forderung nach einer Differenzierungsklausel für Gewerkschafts-mitglieder wird von den Arbeitgebern kategorisch (No go) abgelehnt.

Die Tarifverhandlungen werden am 17. Mai fortgesetzt.