IG BAU - die tun was!


Aktiv und engagiert: Betriebsgruppe bei Groth & Co.


© IG BAU (Jörg Harder)
08.02.2013
„Wir sind Gewerkschaft!“ sagten sich die Beschäftigten der Groth & Co. Bauunternehmung in Pinneberg und wurden aktiv. Im November letzten Jahres gründeten sie ihre Betriebsgruppe. Unterstützt wurden sie dabei von IG BAU-Gewerkschaftssekretär Jörg Harder.

Schon vor der Gründung der Betriebsgruppe hatte der IG BAU-Mann mit Beschäftigten des Betriebs erreicht, dass ein Haustarifvertrag geschlossen wurde, der höhere Löhne für die Belegschaft ermöglichte. Dieser Erfolg habe die Beschäftigten motiviert, eine eigene Betriebsgruppe zu gründen.

Beim ersten Treffen wählten die Beschäftigten IG BAU-Mitglied Ralf Olschewski zum Vorsitzenden. Aus dem Kreis der Teilnehmer wurde gefragt, welche Aufgaben eine Betriebsgruppe wahrnimmt und was die Gruppe für Beschäftigte und IG BAU-Kollegen leisten kann. „Es gibt einen engeren Zusammenhalt im Betrieb. Die Beschäftigten fangen an, Dinge zu hinterfragen, die zum Beispiel die Betriebsräte machen“, so Harder.

Zu den Vorteilen einer Betriebsgruppe gehört zudem, dass sie eigene Tarifforderungen aufstellen kann, sagt Harder. Wenn mehrere Betriebsgruppen ihre Forderungen abstimmen, könnten sie diese mit Nachdruck in der Bundestarifkommission einbringen. Die Tarifforderung im Bauhauptgewerbe wurde dann in der zweiten Sitzung im Dezember diskutiert.

In der dritten Sitzung am 28. Januar beschlossen die Mitglieder, dass sie sich mit anderen Betriebsgruppen vernetzen wollen. Eine Idee für gemeinsame Aktivitäten sei, gemeinsam ein Fest zu organisieren. Mit der Betriebsgruppe der Preusse Baubetriebe Hamburg sei bereits Kontakt hergestellt worden, sagt Harder: „Wir hoffen, dass wir uns vorerst auf regionaler Ebene vernetzen können.“ Außerdem plane die Groth-Betriebsgruppe, zusammen mit anderen Betriebsgruppen Politiker zu besuchen und zu Themen wie der „Rente mit 67“ zu befragen.

Anfangs seien rund 10 Teilnehmer zu den Gruppentreffen erschienen. Die Teilnehmerzahl sei von Treffen zu Treffen gestiegen, sagt Harder - die Betriebsgruppenarbeit habe sich bewährt. „Die Mitglieder der Betriebsgruppe wissen, dass es noch viel zu tun gibt und dass der Weg noch lang sein wird. Aber sie haben sich dafür entschieden, dass sie in der IG-BAU mitmachen wollen“, sagt Harder.

IG BAU - die tun was!

© IG BAU (Jörg Harder)