Frauen


Alternativen denken


© Sonja Heideloff
16.09.2014
Erstmals trafen sich Kolleginnen der Gewerkschaften UNIA (Schweiz), Bau-Holz (Österreich) und der IG BAU zu einer gemeinsamen Zukunftskonferenz in Steinbach. Symbolisch für den Aufbruch in eine andere Welt hatten sie eine Arche aufgebaut. Die beluden sie mit ihren Werten, Vorstellungen und Forderungen für eine lebenswerte Zukunft. Einige davon klingen utopisch:

Die Wirtschaft habe dem Gemeinwohl zu dienen anstatt der Profitgier. Die Banken auch. Die 30-Stunden-Woche als reguläre Vollzeitarbeit und Einkommensbegrenzungen nach unten und oben.

„Auch vor uns haben Frauen für langfristige Ziele gekämpft“, erinnert Angelika Müller, die Bundesfrauenvorsitzende der IG BAU. „Für das Wahlrecht, für Bildung und für Gleichstellung. Die haben wir zwar immer noch nicht ganz erreicht, aber unser Leben unterscheidet sich doch sehr grundlegend von dem unserer Großmütter.“

Bewusst wollen die Kolleginnen nicht in der Kritik an dem gegenwärtigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem verharren, sondern über Lösungen nachdenken. Sie waren sich einig: Wenn man etwas erreichen will, muss man wissen, wohin die Reise gehen soll. „Die Arche ist ein passendes Symbol, ein Schiff für den Aufbruch in die Zukunft“, fand Ulrike Laux, Bundesvorstandsmitglied der IG BAU.

Unter den Aspekten „Arbeit, Geld, Glück, Zeit und Freiheit“ diskutierten die Kolleginnen die Bedürfnisse und Interessen von Beschäftigten zwar aus Frauensicht, aber immer auch mit dem Blick auf Familie, Freunde und das ganze Leben.

Robert Feiger, Bundesvorsitzender der IG BAU, bestärkte in seinem Referat zu fairer Arbeit die Kolleginnen auf ihrem Weg. „Zeit oder Glück – das sind ungewohnte Themen für unsere IG BAU. Aber ihr macht sie damit lebendiger. Die Resonanz in den Medien zeigt, dass diese Fragen die Menschen bewegen. Gut, dass ihr sie in unsere Gewerkschaftsarbeit einbringt.“

„Zeit als wichtiges Thema für Gewerkschaften - das nehme ich mit in die Schweiz“, erklärte Corinne Scherer, Vorstandsmitglied der UNIA. „Die Grenzen zwischen Arbeitszeit und privater Zeit existieren immer weniger. Von daher müssen wir die Zeiten im Leben zusammen denken.“

Direkt angehen wollen die Kolleginnen auch das Thema Arbeit. Neben der Forderung nach gleichem Lohn steht vor allem die Frage nach dem Wert der Arbeit. Dabei ärgert sie die Beschränkung des Begriffs auf die Erwerbsarbeit. Sie fordern eine größere Anerkennung der unbezahlten Arbeit, die Frauen für die Gesellschaft leisten.

Einig waren sich alle, dass sie den Austausch und die Zusammenarbeit in den drei Gewerkschaften fortsetzen wollen.

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