Frauen


Arbeit und Leben im Einklang


© Eisenkind
05.03.2014
„Wir wollen Brot und die Rosen dazu!“ Diese Forderung haben im Jahr 1912 Textilarbeiterinnen in Amerika bei ihrem Streik für höhere Löhne gestellt. Brot für das Überleben und die Rosen für das, was über die pure Existenzsicherung hinausgeht. Für den kleinen Luxus und all das, was das Leben lebenswert macht.

Wir leben heute in einem der reichsten Länder der Erde. Trotzdem reicht für viele Frauen ihr Einkommen nicht oder kaum zum Leben. Sie sind auf ihren Partner oder – wenn es ihn als Versorger nicht (mehr) gibt – auf staatliche Hilfe angewiesen.

Brot und Rosen stehen symbolisch für faire Arbeit und ein gutes Leben. „Frauen brauchen finanzielle Unabhängigkeit“, sagt Ulrike Laux, die im IG BAU-Bundesvorstand für die Frauenpolitik verantwortlich ist. „Zunehmend müssen sie von ihrem Einkommen nicht nur sich, sondern auch ihre Kinder und die Familie ernähren. Dafür reichen Minijobs und Niedriglöhne nicht“, stellt sie fest. Die IG BAU-Frauen wollen stattdessen unbefristete, sozial abgesicherte Arbeitsplätze.

Zu fairer Arbeit gehört für sie auch die Gleichstellung im Berufsleben: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gleiche Weiterbildungs- und Karrierechancen sowie Mitbestimmung im Betrieb. „Faire Arbeit ermöglicht einen Einklang von Arbeit und Leben“, sagt Ulrike Laux.

Dazu gehören gesunde Arbeitsbedingungen, die Wertschätzung der Arbeit, ausreichend freie Zeit sowie eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen wie auch für Männer.“

Die IG BAU-Frauen haben ihre Ansprüche auf einem Türanhänger formuliert, den sie ab dem 8. März – dem Internationalen Frauentag – in vielen Betrieben platzieren werden.

Ein Beitrag unserer Kollegin Sylvia Honsberg in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann", 3/2014.

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