IG BAU - die tun was!


Arbeitnehmernetzwerk S21 - Es tut sich was in Stuttgart


© Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de
14.02.2014
Ungeachtet der politischen Diskussionen über „Für und Wider“ des Projekts „S21“ für einen neuen Bahnhof in Stuttgart hat die IG BAU schon 2012 entschieden: wenn gebaut wird, dann auf einer möglichst „sauberen“ Baustelle. Deswegen waren sowohl haupt- als auch ehrenamtlichen „IG-BAU’ler“ maßgeblich an die Gründung des „Arbeitnehmer-Netzwerkes S21“ beteiligt.

Dem Netzwerk gehören viele verschiedene Organisationen und Einrichtungen an. Neben der IG BAU sind dort unter anderem der Zoll, die Betriebsseelsorge (die extra eine Stelle dazu eingerichtet hat), die Bau BG, die Bahnhofsmission und natürlich die Betriebsräte der beteiligten Bauunternehmen vertreten.

Mit diesem Netzwerk will die IG BAU sicherstellen, dass sie ihren Aufgaben als Gewerkschaft gerecht wird: die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter zu schützen und menschenunwürdige Zustände und Ausbeutung zu verhindern.

Die Kosten des Projekts wurden bereits mehrfach nach oben korrigiert, wobei stets betont wird, dass der Kostenrahmen von 6.300.000.000 Euro (6,3 Milliarden) eingehalten wird. Das bedeutet aber auch, dass weitere Kostensteigerungen über eine Bauzeit von vielen Jahren bereits eingerechnet sein müssen. Die Erfahrung sagt uns, dass das meist nicht so ist. Materialkosten werden einfach draufgeschlagen, Personalkosten aber „weggedrückt“. Es besteht die große Gefahr, dass die auf den Baustellen beschäftigten Arbeitnehmer der Lohndrückerei ausgesetzt werden. Um dies zu verhindern, hat sich in Stuttgart ein Netzwerk S 21 gebildet, das durch raschen Informationsaustausch Probleme frühzeitig erkennt und dann versucht Abhilfe zu schaffen.

Obwohl bislang auf der Baustelle „S21“ nur wenige Aktivitäten angelaufen sind, wird ansonsten in Stuttgart viel gebaut. Daher kümmert sich das Netzwerk um alle Beschäftigten der Bauwirtschaft in der Stadt. Wir brauchen ein funktionierendes Netzwerk um dieser großen Aufgabe gerecht zu werden - allein das Projekt „S21“ erstreckt sich auf insgesamt ca. 90 km.

Die Netzwerker wollen, dass die Beschäftigten wissen, es kümmert sich jemand um ihre Interessen. Die vielen Kollegen aus den unterschiedlichsten Nationen sollen die Arbeitsbedingen hier in guter Erinnerung behalten.

IG BAU – die tun was!