IG BAU - die tun was!


Auf Spurensuche in der Wildnis


© IG BAU (Jürgen Schmidt)
18.10.2013
Das "U" in BAU steht für Umwelt- und Naturschutz und umfasst ökologischen Umwelt- und Naturschutz und die Landschaftspflege. Wie das in der Praxis aussieht, erkundeten 26 Naturliebhaber aus dem IG BAU-Ortsverband Bautzen und Umland im Naturschutzgebiet der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in Ostsachsen

Ranger Gisbert Hiller sorgte dafür, dass für jeden etwas bei dieser spannenden Exkursion dabei war. Im Naturschutzgebiet Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, das mit seinen ausgedehnten Waldflächen und mehr als dreihundert Teichen das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands bildet, sind in den letzten Jahren Wölfe heimisch geworden. Aber auch Elche kreuzen dort schon mal den Weg des Menschen. Doch für die jungen und älteren Teilnehmer gab es noch viel mehr zu entdecken.

Mehr als 3.400 Tierarten gibt es in diesem Gebiet, darunter alleine mehr als 800 Arten der sächsischen Roten Listen. Über 50 Libellenarten sind dort beheimatet. Zahlreiche Wasserkäferarten haben in den Teichen ihre Heimat gefunden, ebenso viele Amphibienarten wie der Europäischen Laubfrosch, der Moorfrosch, die Rotbauchunke und viele andere mehr. Dazu kommen noch mehr als 20 Fischarten – und natürlich auch Seeadler und Kraniche. Neben den üblichen Waldbewohnern gibt es auch seltene gefiederte Freunde wie den Wiedehopf oder den Ziegenmelker in freier Wildbahn zu beobachten.

Der Ranger wusste viele Begebenheiten zu berichten, die die Aufmerksamkeit eines jeden weckten. Die Einzigartigkeit dieses Naturschutzgebietes überzeugt seit Jahren viele Neugierige auch aus der Ferne. Wer weiß schon von dem Naturschauspiel, dass es hier jedes Jahr von Februar bis Mai himmelblaue Frösche zu bestaunen gibt, sodass man seinen eigenen Augen nicht trauen mag? Gisbert Hiller brachte den Bautzener Besuchern die Anmut und Besonderheit dieses schönen Stückchens Erde so nahe, dass Umwelt- und Naturschutz jedem Teilnehmer noch ein gutes Stück mehr an´s Herz gewachsen ist.

Das Reservat umfasst eine Fläche von 30.000 Hektar und ist zur Hälfte bewaldet. Ein riesiges Gebiet, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. 350 Teiche nehmen fast 10 Prozent der Fläche ein. Die Besuchergruppe aus Bautzen hat viel Wissenswertes erfahren und konnte unmittelbar vor Ort erleben, wie Umwelt- und Naturschutz in praktischer Arbeit umgesetzt wird. Die Alle Teilnehmer freuen sich schon darauf, bei einem weiteren Ausflug in die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ihr Wissen zu vertiefen und weitere neue Eindrücke zu sammeln. Sie sind gern gesehene Gäste, freuen sich doch die Ranger des Naturschutzgebietes über jeden Besucher, dem sie von ihrer Arbeit als Natur- und Tierschützer berichten können.

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