IGay BAU


Auf nach Hamburg - zum Christopher Street Day am 4. August!

© IG BAU
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27.07.2012
So schnell kann es gehen. Erst ein paar Wochen ist es her, da hat eine bunte Gruppe mit dem verheißungsvollen Namen „A-Team Nord“ auf einem ihrer Aktionsworkshops die Köpfe zusammengesteckt. Ein ganz großes Thema diesmal: die Gründungsveranstaltung der IGay BAU. Carsten Wirth, Begründer und Namensgeber des neuen Arbeitskreises für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in der IG BAU, hat einen großen Plan: der Gründungstermin soll mit der CSD-Parade am 4. August in Hamburg zusammenfallen.

Der Christopher Street Day (kurz: CSD) ist eine jährlich stattfindende karnevalsähnliche Parade, mit der die Scene des Regenbogens für Gleichbehandlung und Respekt demonstriert. Und genau das braucht es natürlich auch am Arbeitsplatz. Mit diesem Gedanken wird die IG BAU jetzt sogar mit einem eigenen Truck antreten und sich der Öffentlichkeit stellen – denn sich zu outen, kann am Arbeitsplatz leider auch heute noch schnell zu einem Spießrutenlauf werden.

Der Plan, an diesem Event teilzunehmen, erfordert großes Engagement! Insbesondere die Junge BAU Hamburg legt sich dafür ins Zeug. Seit dem Aktionsworkshop wird im Jugendkeller fast täglich geplant, designt, gebastelt und gemalt. Und die Lokation ist dafür wie geschaffen. Auf einem Billardtisch liegt jetzt eine große Arbeitsplatte: hier zeichnen die jungen Künstler teilweise freihand ganze Figuren auf die Stoffe, mit denen nachher der Siebeneinhalbtonner politisch auf Linie gebracht wird. Es soll ein ganz besonderer Truck werden, mit dem die IGay BAU auf dem diesjährigen CSD in Hamburg ihr Debüt feiert.

Und zusätzlich sind auch noch ein paar Add-ons in Planung. So wird es zum Beispiel einen homosexuellen „Branchenkalender“ geben und sogar ein Musikvideo ist in Planung, das auf einer Baustelle gedreht werden soll. Es muss klar werden: Niemand braucht sich zu verstecken und die IG BAU ist für Euch da. Denn Interessierte gibt es viele: nach Schätzungen ist im Durchschnitt jeder Zehnte homosexuell. Und das bedeutet, dass unter 100 Bauarbeitern mindestens zehn Kollegen nun einen weiteren Grund haben, Gewerkschaftsmitglied zu werden.

IG(ay) BAU - die tun was!

Ein Beitrag unseres Kollegen Wilke Witte.

mailto: forstleiter@freenet.de