Bauen und Wohnen


Auswirkungen von Zuwanderung, Flüchtlingen und Inlandswanderung auf den deutschen Wohnungsmarkt

29.04.2016
Mehr als die aktuell im Mittelpunkt stehende Entwicklung der Flüchtlingsmigration haben die Inlandswanderung – vor allem in Groß- und Unistädte – sowie die zu geringe Wohnungsbautätigkeit den Wohnungsmarkt beeinflusst (Folien 3 und 13). Die gesamte unveränderte Präsentation des Dachverbands der deutschen Wohnungsunternehmen GdW bringt eine Fülle von wichtigen Fakten, die in der aktuellen Wohnungs- und Flüchtlingsdiskussion oft bewusst oder unbewusst unterbelichtet bleiben. Selbst im Jahr 2015 stammten noch 58 Prozent der Zugezogenen aus Europa bzw. 42 Prozent sogar aus der EU (Folie 5).

Zudem war insbesondere seit 2009 die Neubautätigkeit von Wohnungen viel zu niedrig (Folie 13) und dies wiederum insbesondere in Großstädten (Folie14). Vor allem aber wurde der Faktor der Zuwanderung in diesen Jahren massiv unterschätzt (Folie 12).

Diese beiden Ursachen führten zu einem aktuellen Wohnungsfehlbestand von aktuell über 800.000 Wohnungen. Stärkere Auswirkungen aus der - derzeit ungewissen - Entwicklung der Zahl der Geflüchteten auf den Wohnungsmarkt werden demgegenüber erst in den nächsten Jahren spürbar.

Wie Wohnungsunternehmen und Staat hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen bislang agieren zeigen die Folien 17 -25. Das Thema Integration wird in den folgenden Folien angerissen.

Die abschließende Folie 34 stellt das Fazit aus der Sicht des GdW dar, dem in fast allen Punkten zuzustimmen ist.