IG BAU - die tun was! (2012)


Bekommen, was man verdient - Baustellenaktion im Bezirksverband Nordbaden

© Mariocopa / www.pixelio.de
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31.08.2012
Bezahlung nach Mindestlohn, falsche Eingruppierung, lange Fahrtwege, kein dreizehntes Monatseinkommen, wenig Anerkennung für die geleistete harte Arbeit – das erleben die Kollegen nach erfolgreichem Abschluß ihrer Ausbildung bei der Weiterbeschäftigung im Betrieb immer wieder. So nicht, dachte sich die IG BAU-Nordbaden.

Um solchem Unwesen entgegenzuwirken, informiert sie in diesem Jahr die jungen Gesellen persönlich. Betriebsräte und ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen besuchen die Baustellen und Betriebe und suchen gezielt das Gespräch mit den Auszubildenden, die jetzt auslernen.

Dabei werden die Kollegen über die Bezahlung, Eingruppierung und alle sonstigen Rechte informiert. Ob als Straßenbauer oder Maurer, Zimmerer oder Stahlbetonbauer, der Unterschied vom Tariflohn Lohngruppe 3 = 15,64 € zum Mindestlohn =13,40 € macht, bei durchschnittlichen 169 gearbeiteten Stunden, im Monat rund 400 Euro aus.

Ein ordentlicher Batzen Kohle, der den frisch gebackenen Gesellen da durch die Lappen gehen kann. Wolfgang Kreis, Nordbadens IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzender, weiß die Lösung. „Organisier Dich, und fordere Deinen Dir zustehenden Lohn! Nur wer weiß, was ihm zusteht, kann seine Zukunft mitgestalten!“

In Nordbaden werden überall qualifizierte Baufacharbeiter gesucht, eine gute Ausgangsbasis für die jungen Kollegen, um die vereinbarten tariflichen Leistungen zu bekommen. Für die „frisch Ausgelernten“ ist es nicht immer selbstverständlich, dass sie bekommen, was ihnen zusteht. Dass ihnen die IG BAU dabei zur Seite steht, finden sie klasse.

Darum werben die Kollegen in Nordbaden auch weiter für den gewerkschaftlichen Gedanken der Solidarität: gemeinsam mehr erreichen. Damit es in Zukunft wieder heißt: Sei schlau, geh zum Bau. Mit Deiner IG BAU!

IG BAU – die tun was!