IG BAU - die tun was!


Bist Du wirklich „machtlos“? Der Verbraucher – ein schlafender Riese…

V. li.: Waltraud Waidelich (Frauenwerk der Nordkirche), Arno Carstensen (Bezirksvorstandsvorsitzender), Jörg Heinel (Branchensekretär Gartenbau)
V. li.: Waltraud Waidelich (Frauenwerk der Nordkirche), Arno Carstensen (Bezirksvorstandsvorsitzender), Jörg Heinel (Branchensekretär Gartenbau) © Solveig Ohlmer, Landwirtschaftskammer S-H
20.12.2013
Blumen, Kaffee, Natursteine oder Kleidung: Niedrigpreise bei uns sind oft durch Armut, Kinderarbeit und Rechtlosigkeit erkauft. In allen Bereichen gibt es aber auch Gütesiegel, die für die Einhaltung bestimmter sozialer Standards stehen (z.B. Fair-Trade-Siegel). Vertreter/innen aus dem Verbraucherbereich und der IG BAU Schleswig-Holstein-Nord informierten und diskutierten auf der Podiumsdiskussion über die Möglichkeiten und Grenzen sozialer Gütezeichen.

Viele Teilnehmer stellten sich die Frage: „Können uns als Verbraucher solche sozialen Gütesiegel den Weg für „faire“ Arbeit weisen? Wer kontrolliert die Einhaltung der geforderten Arbeitsbedingungen? Sind die Preise bezahlbar?“

Hauptreferentin war die Dipl. Sozialökonomin Waltraud Waidelich vom Frauenwerk der Nordkirche. Sie hat sich bereits intensiv mit dem Thema „bewusster konsumieren“ auseinander gesetzt.

Von der IG BAU nahm Jörg Heinel, Branchensekretär für Gartenbau beim Bundesvorstand, an der Podiumsdiskussion teil. Er berichtete von den Erfahrungen mit fair gehandelten Blumen. An dem Programm war die IG BAU beteiligt.

Frau Waidelich führte die zahlreichen Teilnehmer in die Thematik ein. In der anschließenden intensiven Diskussion wurden viele Gedanken diskutiert.

Als Ergebnis kann man festhalten: Der Verbraucher hat sehr wohl die Möglichkeit, sich gezielt zu informieren und bewusst einzukaufen, allerdings immer nur im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten.

Politik und Unternehmen dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Ein guter Wegweiser ist, wenn sich Firmen der BSCI (Business Social Compliance Initiative), einer Plattform zur Verbesserung der sozialen Standards weltweit, angeschlossen haben oder Mitglied der Fair Wear Foundation sind.

Eine Stärkung der Gewerkschaften vor Ort ist die beste Möglichkeit, die Situation zu verbessern und zu kontrollieren. Da ist die internationale Solidarität gefordert.

IG BAU – die tun was!

© Solveig Ohlmer, Landwirtschaftskammer S-H