Arbeit und Wirtschaft


DGB-Chef Hoffmann: Wir müssen wachsam sein

Antritts-Besuch: DGB-Chef Reiner Hoffmann und IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger am Rande der Sitzung des IG BAU-Gewerkschaftsbeirats
Antritts-Besuch: DGB-Chef Reiner Hoffmann und IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger am Rande der Sitzung des IG BAU-Gewerkschaftsbeirats © © IG BAU (Malleus Fabri)
10.10.2014
Vor neuen Formen der Prekarisierung warnte der DGB-Bundesvorsitzende Reiner Hoffmann. „Geschäftsmodelle der sogenannten Shared Economy wie etwa der Taxikonkurrent Uber werden uns als ein Fortschritt verkauft. Wir müssen dort wachsam sein. Hier drohen nicht selten neue Formen der Scheinselbstständigkeit und neue Formen der Ausbeutung“, sagte Hoffmann vor dem Gewerkschaftsbeirat der IG BAU in Frankfurt am Main.

„Es zeigt sich, dass manche Unternehmen Arbeit über das Internet zum Mindestpreis versteigern. Hiergegen müssen wir uns frühzeitig aufstellen.“

Hoffmann betonte zudem die Bedeutung der Mitbestimmung für gute Arbeit. Die „Offensive Mitbestimmung“ habe zum Ziel, den Stellenwert von Betriebsräten stärker im alltäglichen
Bewusstsein zu verankern.

IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger ergänzte: „Gerade im Baubereich gibt es überwiegend kleine Betriebe ohne Betriebsrat, weil das Gesetz dort Mitbestimmung nicht vorsieht. Die Beschäftigten dort sind aber nicht weniger wert als solche in Industriebetrieben. Für sie brauchen wir Lösungen.“

Betriebsräte werden von der IG BAU in ihrer Arbeit unterstützt. „Das Bildungswerk der IG BAU bietet ein breit angelegtes Programm für Betriebsräte“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt. „Unser Ziel ist es, sie umfassend zu qualifizieren – sei es fachlich, politisch-strategisch, methodisch, sozial oder persönlich.“ Das neue Seminarprogramm erscheint Ende Oktober.