Arbeit und Wirtschaft


Ein Statement für die Menschlichkeit

Mitmachen: DGB ruft zur Beteiligung an der Menschenkette "Hand in Hand gegen Rassismus" auf


06.06.2016
Der DGB und die Gewerkschaften sind besorgt über den Rechtsruck in Deutschland und in Europa. Wer hierzulande Zuflucht vor Krieg und Verfolgung sucht, muss Hilfe und Verständnis finden, sind sich die Gewerkschaften einig. Die Integration der Geflüchteten sei im reichen Deutschland ohne Frage möglich, betont der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. Auch die vom DGB initiierte „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ tritt Hass und Intoleranz entschieden entgegen.

Der 20. Juni ist der „Weltflüchtlingstag“ und in diesem Jahr Anlass, vor wachsendem Rechtspopulismus und Fremdenhass zu warnen. Im Vorfeld, am 18./19. Juni, will die Initiative „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“, die auch vom DGB unterstützt wird, mit einer Menschenkette gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland ein Zeichen setzen.

In fünf Städten, Berlin, Bochum, Hamburg, Leipzig und München, sind alle, die in einem menschenfreundlichen und weltoffenen Land leben möchten, aufgerufen, ihre Haltung zu zeigen. Im Aufruf zu den Aktionen heißt es: „Unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität – wir stehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte“.

Die Initiative betont, dass es vor allem darum gehe, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Dennoch sei es wichtig, „die Augen nicht vor der Not der Menschen, die vor Verfolgung, Terror, Krieg und Armut fliehen, zu verschließen“.

Mehr als 20 Organisationen unterstützen die Aktionen, darunter Amnesty International, Pro Asyl, Wohlfahrtsverbände wie die AWO, der Paritätische Gesamtverband oder die Diakonie, der Deutsche Kulturrat oder der Zentralrat der Muslime in Deutschland.