Internationales


Einmischen und soziales Europa gestalten


18.05.2017
Viele Beschäftigte fragen sich, wie es mit Europa weitergeht. Denn es ist noch viel zu tun, damit sich Löhne und Arbeitsbedingungen auf einem hohen Niveau innerhalb der Europäischen Union angleichen. Statt faire Arbeit zu fördern, macht die Europäische Kommission immer wieder Vorschläge, die auf den Abbau von guten Regeln, wie zum Beispiel die Meisterpflicht in Handwerksberufen, hinauslaufen.

Deshalb setzt sich die IG BAU intensiv mit der europäischen Gesetzgebung auseinander, um sie im Interesse der Beschäftigten zu beeinflussen. Die IG BAU unterstützt die europäische Integration, aber Europa muss sozialer werden!

Dazu gehört derzeit unser Einsatz für neue Regeln im Entsenderecht. Die IG BAU will das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort durchsetzen und Lohn- und Sozialdumping verhindern.

Mit der Einführung einer Dienstleistungskarte will die Europäische Kommission Arbeitskontrollen in der Bauwirtschaft und im Gebäudereiniger-Handwerk erschweren. Scheinselbstständigkeit würde unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus erleichtert. Das will die IG BAU verhindern.

Mit einer „Säule sozialer Rechte“ hat die Europäische Kommission eine sozialere Ausrichtung Europas versprochen. Ihre Vorschläge haben jedoch kaum Durchschlagskraft, um die dringenden sozialen Probleme in Europa anzugehen. Die IG BAU fordert, dass Europa bessere Vorschläge macht.

Je stärker sich die Beschäftigten in die Debatte um Europa einmischen, desto eher wird ein soziales Europa gelingen.

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