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Erste CSD-Feier nach Entscheidung für die Ehe für alle


© IG BAU
03.07.2017
Gut 40 000 Menschen nahmen am vergangenen Sonntag am CSD-Umzug in Saarbrücken teil. Mitten drin der Wagen der IGay BAU mit 30 Ehrenamtlichen aus der Region – auch Unterstützern, die selbst nicht schwul oder lesbisch sind.

Als Fußgruppe zeigten sich auch die Schornsteinfeger solidarisch für die Rechte von Schwulen und Lesben und begleiteten den Wagen in ihrer traditionellen Handwerkerkluft. Trotz Nieselregen herrschte ausgelassene Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen. Erst am Freitag hatte der Bundestag für die Ehe für alle gestimmt. Eine langjährige Forderung der LSBTI-Gruppen.

Bisher war eine gleichberechtigte Ehe für alle stets an der Haltung der Union gescheitert. Die Abstimmung im Bundestag kam gänzlich unerwartet. Hoch her ging es zudem auf dem Straßenfest in der Saarbrücker Innenstadt. In der Nähe der Hauptbühne mit politischem und musikalischem Programm hatte die IGay BAU Saar-Trier ihren eigenen Info-Stand. Passanten stellten Fragen, mancher entpuppte sich im Gespräch als Kollege oder Kollegin. Überwiegend fanden sie es wichtig, dass homosexuelle Beschäftigte Unterstützung bekommen, wenn sie wegen ihrer sexuellen Orientierung Schwierigkeiten im Betrieb haben. Einen weiteren Punkt ergänzte Bernhard Kullmann, Sprecher der erst Ende April gegründeten IGay BAU in Saar-Trier, im Interview mit der Saarbrücker Zeitung: „Wir wollen Mut machen, damit alle sich trauen, im Betrieb offen zu ihrer Sexualität zu stehen.“