Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Europa braucht ein verbindliches Energieeffizienzziel

Verbände, Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherschützer fordern Merkel zum Handeln auf


11.06.2014
Jeden Tag gibt Europa mehr als eine Milliarde Euro für den Import von Kohle, Gas und Öl aus. In Deutschland sind es mehr als 100 Milliarden Euro im Jahr! Zum Vergleich: Das kürzlich beschlossene Rentenpaket kostet 160 Milliarden Euro für die nächsten 15 Jahre. Ohne eine entsprechende Einsparpolitik werden diese Importkosten sowie auch Energiepreise für Verbraucher und Betriebe steigen.

Denn fossile Energieträger werden immer teurer - dem Klima schaden sie auch.

Daher fordert die IG BAU mit weiteren Verbänden aus Gewerkschaften, Umwelt und Verbraucherschutz Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich für ein ambitioniertes verbindliches Energieeffizienzziel auf EU-Ebene einzusetzen.

Ein solches Ziel soll vorgeben, wieviel Energie die EU-Länder bis 2030 weniger verbrauchen müssen. Verhandlungen dazu finden im Juni und Oktober statt.

Warum brauchen wir ein solches Einsparziel? Ein solches Effizienzziel hat viele Vorteile: Neben der Versorgungssicherheit mit Energie und weniger Abhängigkeit von Rohstoffen aus anderen Regionen, steht das Geld dafür für wichtige anstehende Investitionen in die Infrastruktur zur Verfügung.

Die Energiewende wird vorwärtsgetrieben, das Klima geschützt und es entstehen viele neue Impulse für den Erhalt und die Neuschaffung von Arbeitsplätzen.

Schon heute arbeiten rund 800.000 Menschen in Berufen, die energieeffiziente Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Gerade die IG BAU-Branchen würden stark von diesen Impulsen profitieren. Je ehrgeiziger das Ziel auf EU-Ebene, desto mehr Fenster müssen ausgetauscht, Rohre verlegt, Fassaden gedämmt, Dächer neu gedeckt, Gerüste auf- und abgebaut werden.

Und desto mehr Gedanken müssen sich unsere Kollegen machen, wie sie die Materialien so effizient wie möglich einsetzen und auch wiederverwenden können.

Ein Beitrag unserer Kollegin Lisa Bauch.

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