Arbeit und Wirtschaft


Faire Mobilität: Beratung jetzt auch in München

© DGB
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18.09.2012
Nach Hamburg, Frankfurt am Main und Berlin hat das Projekt „Faire Mobilität – Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv“ in München einen vierten Beratungsstandort eröffnet. Dort können insbesondere bulgarischsprachige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in arbeitsrechtlichen und sozialen Fragen Hilfestellung erhalten.

Dazu erklärte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied: „Ich freue mich, die nächste Beratungsstelle in unserem Projekt ,Faire Mobilität’ eröffnen zu können. Der Bedarf nach Beratung und Unterstützung ist groß, wir wollen als Gewerkschaften unsern Beitrag dazu leisten, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den osteuropäischen Ländern nicht in ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse abgedrängt werden.

Gefordert ist hier aber auch der Gesetzgeber mit klaren Regeln, zum Beispiel einem existenzsichernden Mindestlohn für alle, den kein Arbeitgeber mehr unterlaufen kann. Wir brauchen gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen für alle – für die, die hier sind und für die, die kommen.“

In dem neuen Beratungsstandort können insbesondere bulgarischsprachige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in arbeitsrechtlichen und sozialen Fragen Hilfestellung erhalten. Gleichzeitig legt der neue Standort einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Themen „Entsendung“ und „Werkverträge“.

Das Büro befindet sich im Münchener Gewerkschaftshaus und kooperiert mit dem „Infozentrum Migration und Arbeit“, einem Projekt der Arbeiterwohlfahrt München. Im Rahmen des vom DGB-Bundesvorstand zu verantwortenden Gesamtprojektes „Faire Mobilität“ werden insgesamt sechs Beratungsstellen für Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer aus mittel- und osteuropäischen Staaten in verschiedenen bundesdeutschen Städten aufgebaut.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des DGB, des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Im Jahr 2013 sollen weitere Standorte in Dortmund und Stuttgart folgen.

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