Medien und Presse


Frauen auf dem Land stärker unterstützen


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 08.03.2017
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert mehr Chancengleichheit für Frauen in Deutschland. Anlässlich des heutigen internationalen Frauentags sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux: „Frauen haben es in unserer Gesellschaft immer noch schwer, mit Männern in Karriere, Einkommen und Einfluss gleichzuziehen. Viele setzen sich in ihrem Betrieb und privaten Umfeld dafür ein, das zu ändern. Grundlegende, strukturelle Ursachen, die Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit entgegenstehen, müssen von der Politik behoben werden.“

So sind etwa Kinderbetreuung oder Pflegeleistungen Arbeiten, die Frauen oft zusätzlich zu ihrem Beruf übernehmen. Sie sind dabei auf eine unterstützende Infrastruktur angewiesen. Gut erreichbare Kitas und ausreichend medizinische oder soziale Dienste fördern daher die Chancengleichheit von Frauen.

Während in manchen Ballungsräumen die öffentliche Hand bereits das Angebot verbessert, fehlen auf dem Land noch häufig Einrichtungen, die Familienarbeit in ausreichendem Maß unterstützen.

Die IG BAU fordert deshalb die Kommunen auf, die Situation für Frauen in ländlichen Gebieten zu verbessern.

„Frauen, die auf dem Land leben, haben deutlich längere Wege zur Arbeit. Für sie sind eng begrenzte Kita-Zeiten im Ort oft eine Hürde, ihren Beruf in Vollzeit auszuüben“, sagte Laux. „Dabei wollen viele Frauen wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen und nicht zuletzt auch für das Alter ausreichende Rentenansprüche erarbeiten. Hinzu kommt, dass immer mehr Familien wegen hoher Mieten von der Stadt aufs Land ziehen, wo sie zudem eine höhere Lebensqualität erwarten. Sie sind aber auch dort noch auf das Einkommen der Frauen angewiesen.“

Erst kürzlich brachte das Europaparlament einen Resolutionsentwurf auf den Weg, in dem die Mitgliedstaaten zu mehr Unterstützung von Frauen auf dem Land aufgefordert werden.

Ihre Ansprechpartner


Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation und Pressesprecher:

Ruprecht Hammerschmidt
Tel.: 069 - 957 37 135
Fax: 069 - 957 37 138
mailto: presseE-Mail-Adresseigbau.de

Mitarbeiterin:
Gisela Stürmer
Postanschrift:
IG Bauen-Agrar-Umwelt
- Bundesvorstand -
Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19
60439 Frankfurt am Main