Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Gemeinsam für die Zukunft

Europäische Gewerkschaften arbeiten an der Umsetzung der Europa 2020-Ziele

Projektteilnehmer (von linka): Sabine Katzsche-Döring (IG BAU), Achim Vanselow (DGB-NRW), Petya Bogatinove (Podkrepe – Bulgarien), Jürgen Lange (Arbeit und Leben NRW).<br />© Jürgen Lange.
Projektteilnehmer (von linka): Sabine Katzsche-Döring (IG BAU), Achim Vanselow (DGB-NRW), Petya Bogatinove (Podkrepe – Bulgarien), Jürgen Lange (Arbeit und Leben NRW).
© Jürgen Lange.
03.05.2012
Nachhaltigkeit hat das Potenzial, Zukunftsfähigkeit in Europa zu sichern. Die Auswirkungen der Klimaschutzpolitik und die Umstellung auf erneuerbare Energien, Ressourcen- und Materialschonung auf betrieblicher Ebene – das sind nur einige Handlungsfelder, die künftig auch für Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen in Europa eine größere Bedeutung bekommen werden.

Vertreter der IG BAU Westfalen und des DGB NRW beteiligen sich an dem Projekt, das auf deutscher Seite von Arbeit und Leben NRW koordiniert wird.

Im Rahmen des Projektes haben sich die deutschen Vertreter gemeinsam mit Gewerkschaftern aus sechs weiteren Ländern über zukunftsfähige Konzepte in der Arbeitswelt ausgetauscht. Hierbei war ein Ziel, gute Beispiele aus den Partnerländern zusammenzutragen und zu schauen, inwieweit diese sich europaweit übertragen lassen. Gerade aus IG BAU-Sicht in Westfalen können wir dazu einiges beitragen: so beispielsweise den Tarifvertrag zur nachhaltiges Zementindustrie, der Arbeitskreis sozialer Dialog -nachhaltige Rohstoffbeschaffung, das Projekt Energie – Ressource Gute Arbeit, die Positionen der IG BAU zum Thema Klima und Nachhaltigkeit.

Ziel ist es, am Ende des Projektes, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Europa einen Handlungsleitfaden zur Verfügung zu stellen, in dem aufgezeigt wird, welche Möglichkeiten jeder hat, um am Arbeitsplatz und im eigenen Umfeld etwas für eine nachhaltige Entwicklung zu tun?

Die inhaltliche Arbeit der Gewerkschafter wurde durch Beiträge von Experten ergänzt. Mit Vertretern der OECD, von Arbeitgeberverbänden und Umweltexperten wurde die Bedeutung des Konzeptes einer „Green Economy“ kritisch diskutiert. Der gewerkschaftliche Standpunkt ist klar: nachhaltiges Wirtschaften wird es ohne gute Arbeit nicht geben.

In einem Übergang zu einer nachhaltige Wirtschaft kommt Gewerkschaften eine wichtige Funktion zu: Sie müssen nachhaltige Lösungen im sozialen Dialog weiter vorantreiben und Beschäftigte und Interessenvertretungen in den Betrieben unterstützen. Dabei können die europäischen Gewerkschaften viel voneinander lernen. Die Ergebnisse des Projektes sollen als Fundament für künftige Aktivitäten dienen. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Die Laufzeit endet im August 2012.

Mitglied werden