IG BAU - die tun was!


Gesagt - getan: Mit der IG BAU zum Betriebsrat


© IG BAU (Elke Heller)
02.10.2014
Ich bin Dirk Hofmann und arbeite in einer Zeitarbeitsfirma. Seit Jahren bin ich bei ein und demselben Auftraggeber eingesetzt. Das ist einerseits gut, da meine Kollegen und ich sich nicht ständig auf wechselnde Arbeitsorte einstellen müssen, widerspricht aber sehr dem Gedanken, der vor vielen Jahren für die Einführung von Leiharbeit bestimmend war.

2003 wurden im Rahmen der Agenda 2010 mehrere Rahmenbedingungen der Arbeitnehmerüberlassung ersatzlos gestrichen, wie z. B. die Beschränkung der Höchstüberlassungsdauer oder das Befristungsverbot. Gleichzeitig wurde ein neuer Gleichbehandlungsgrundsatz eingeführt. Mit diesem sollten Zeitarbeitnehmer den Stammarbeitnehmern hinsichtlich Lohn, Urlaub und Arbeitszeit formal gleichgestellt werden. Das wurde aber nicht gesetzlich unverrückbar festgeschrieben. Es heißt nur: Ein Tarifvertrag kann abweichende Regelungen zulassen.

Mit diesen abweichenden Regelungen in jeder Beziehung müssen meine Kollegen und ich nun leben. Fast noch schlimmer ist aber der menschliche Umgang einiger Vorgesetzter unseres Auftraggebers mit uns. Weil ich damit sehr unzufrieden bin und mich als Mensch zweiter Klasse fühle, habe ich bereits 2008 den Versuch unternommen, einen Betriebsrat ins Leben zu rufen. Ich wandte mich vertrauensvoll an eine Kollegin aus der Verwaltung, die das „Projekt Betriebsrat“ unterstützen wollte, an den BR des Mutterkonzerns und an die Gewerkschaft, in der ich damals Mitglied war (nicht IG BAU).

Der Betriebsrat erklärte mir, dass er nicht helfen könne und von der Gewerkschaft fühlte sich niemand zuständig. Mein Arbeitgeber legte mir nahe, den „Unsinn“ nicht weiter zu verfolgen, sonst müsse ich mit Konsequenzen rechnen. Er wurde von der Kollegin brühwarm informiert.

Im letzten Jahr kam mein Kollege Konstantin auf mich zu und fragte, ob wir nicht mal versuchen sollten, einen Betriebsrat zu gründen. Ich erzählte ihm meine Geschichte. Aber Konstantin war schlauer als ich. Er sagte: „Ich bin Mitglied der IG BAU. Die helfen uns bestimmt.“

Gesagt, getan. Ein Anruf. Wir wurden an Gewerkschaftssekretär Thomas Kreten vermittelt. Mit ihm vereinbarten wir einen Termin und die Sache kam ins laufen. Thomas brachte zu dem Termin seine Kollegin Elke Heller mit, die uns fortan betreute. Unzählige Stunden haben wir mit Elke zusammengesessen, arbeitsrechtliche und tarifvertragsrechtliche Fragen geklärt und die Betriebsratswahl vorbereitet.

Auf Arbeit erzählten wir von der tollen Unterstützung unserer IG BAU, so dass sich mehr Kollegen dafür interessierten und Mitglied wurden. Im Mai diesen Jahres war es soweit: In unserer Niederlassung wurde ein Betriebsrat gewählt!

Elke berät und betreut uns natürlich weiter und wenn sie mal nicht erreichbar ist, stehen wir nicht im Regen. Ihre Kolleginnen und Kollegen sind immer für uns da. Ach ja, ich bin inzwischen natürlich auch zur IG BAU gewechselt. Das war eine gute Entscheidung, denn:


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