IG BAU - die tun was!


Gewerkschafter fragen - Politiker antworten

V.li: Tilmann Schürer, FDP, Uwe Kerkeritz, Bü90/Grüne, Armin Jelenik (Moderator), Klaus Wiesehügel, Gabriela Heinrich, SPD, Harald Weinberg, DIE LINKE
V.li: Tilmann Schürer, FDP, Uwe Kerkeritz, Bü90/Grüne, Armin Jelenik (Moderator), Klaus Wiesehügel, Gabriela Heinrich, SPD, Harald Weinberg, DIE LINKE © IG BAU (Christine Meyer)
09.08.2013
„Rente muss zum Leben reichen“ zu diesem Thema lud der IG BAU-Stadtverband Nürnberg den IG BAU-Bundesvorsitzenden Klaus Wiesehügel und BundestagskandidatInnen aller Parteien ein. Bündnis 90/Die Grünen war durch Uwe Kerkeritz, die SPD durch Gabriela Heinrich, DIE LINKE durch Harald Weinberg und die FDP durch Tilman Schürer vertreten. Es fehlten: die eingeladenen Abgeordneten der CSU. Sie ließen sich alle entschuldigen.

Ein Forstwirt, der ja noch gut im Rollstuhl weiterarbeiten kann, wenn seine Knochen nicht mehr wollen, mit diesem Sketch wurden die Diskussionsteilnehmer von zwei Kollegen aus dem Stadtverbandsvorstand begrüßt und auf die Diskussionsrunde eingestimmt.

Direkt im Anschluß ging es mit Moderator Armin Jelenik von den Nürnberger Nachrichten zur Sache. Ganz konkret wurden dann die Fragen: Warum muss eine 78 jährige noch in der Gebäudereinigung arbeiten? Warum wird nicht endlich bei den 450 €-Jobs ein Riegel vorgeschoben?
Warum muss ein Arbeitnehmer aus dem Baugewerbe nach 45 Jahren noch Rentenabschläge hinnehmen, wenn seine Gelenke die schwere Arbeit nicht mehr schaffen? Mit diesen beiden Fragestellungen wurden die Diskussionsteilnehmer gleich zu Anfang konfrontiert.

Von beiden Fragestellern gab es auch gleich die herzliche Einladung an die BundestagskandidatInnen, sie doch einmal einen Tag bei ihrer Arbeit zu begleiten.

SPD und Grüne waren sich beim Thema Rente einig, dass es hier eine Solidarrente geben muss, um Altersarmut zu verhindern, auch ist der Mindestlohn, der mit den genannten 8,50 € nur ein Einstieg sein kann, eine Grundvoraussetzung.
DIE LINKE hingegen will durch Anheben des Spitzensteuersatzes und Besteuerung von Vermögen mit diesen Einnahmen auch eine Mindestrente von 1050.-€ finanzieren.

Keine verständliche oder auch nur ansatzweise praktikable Lösung zum Rentenproblem hatte der Vertreter der FDP.

Klaus Wiesehügel erläuterte das Konzept Altersflexi-Geld unserer IG BAU und erklärte, dass wir auch mit diesem Modell ein Vorreiter sein könnten. Genau so, wie wir es bereits mit unserem Saison-KUG sind, das in der Krisenzeit Modell für das Kurzarbeitergeld war - und mit dessen Hilfe sich Deutschland schneller von der Krise erholt hat als andere europäische Länder. Sein Fazit: „Gewerkschaften sind gut für unser Land“.

IG BAU - die tun was!

© IG BAU (Christine Meyer)

Klare Botschaft