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Hast Du keinen, wähl Dir einen

Der  Betriebsrat (von links): Heinrich Bausch (Schriftführer), Jutta Link (Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende) und Rolf Müller (Betriebsratsvorsitzender)
Der Betriebsrat (von links): Heinrich Bausch (Schriftführer), Jutta Link (Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende) und Rolf Müller (Betriebsratsvorsitzender) © Anna Runkel
01.11.2013
Anstrengend aber durchaus interessant gestaltet sich die Arbeit bei der Craton AG im Werk Weroth im Westerwald. Im Schichtbetrieb wird dort Fassadenverkleidung aus Ton hergestellt. Die Arbeit im Schichtdienst ist hart, dafür die Mannschaft klein und verlässlich. Ein ungutes Gefühl ist trotzdem da. Alle Entscheidungen zur Arbeit fällt die Werksleitung. Gut, das ist ihr Job, aber sind auch alle Entscheidungen im Personalbereich immer richtig?

Erste Diskussionen zu Personalentscheidungen, Schichtplan und Urlaub etc. führten zur Erkenntnis: Nur ein gewählter Betriebsrat kann Abhilfe schaffen..

Hinzu kam ein mulmiges Gefühl, das der Verkauf des Werkes geplant war! Was wird aus uns? Was ist mit dem Tarifvertrag? Was ist mit meinem Lohn? Kommen Kündigungen? Diese und andere Fragen beschäftigten die Menschen vor Ort.

In dieser Situation fassten sich eine Handvoll Kolleginnen und Kollegen ein Herz und nahmen Kontakt mit dem zuständigen IG BAU-Gewerkschaftssekretär Friedhelm Höcker in Koblenz auf.

Vor dem Hintergrund des anstehenden Werksverkaufs war schnelles Handeln notwendig. Der Werksleiter wurde kontaktiert. Die geplante und festgelegte erste Wahlversammlung musste jedoch aus Urlaubsgründen auf die Zeit nach den Sommerferien verlegt werden.

Zwischenzeitlich machte die Nachricht die Runde, dass das Werk nun doch nicht verkauft werde. Die Freude war groß. Nun benötige man doch keinen Betriebsrat mehr – war von einigen Seiten zu hören.

Gewerkschaftssekretär Höcker machte deutlich, dass notfalls mit Unterstützung des Arbeitsgerichtes die Betriebsratswahl eingeleitet wird.

Der trotzdem gewählte Wahlvorstand führte dann doch die Wahl durch. Die Wahlbeteiligung betrug 100 Prozent.

Dem gewählten Betriebsrat wird vieles neu sein, aber er wird die Unterstützung seiner Gewerkschaft nutzen und sich einarbeiten. Schön ist nun, dass alle sozialen Fragen im Betrieb nun mit der Werksleitung besprochen werden können. Und das war gewollt!

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