Internationales


IGB: Keine Fußball-WM ohne Arbeitnehmerrechte


© IGB
14.06.2013
Tausende Gastarbeiter kommen nach Katar, um für die Fußball-WM 2022 Stadien und Straßen zu bauen. Doch statt gut bezahlter Jobs finden viele nur Elend und Rechtlosigkeit. Der Internationale Gewerkschaftsbund fordert die WM-Organisatoren dazu auf, endlich etwas gegen die Rechtsverletzungen und Ausbeutung tun - und hat zu diesem Thema die Kampagne „Katar: Das Richtige tun“ gestartet.

Während die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar internationalen Unternehmen Millionenverträge in die Kassen spült, müssen tausende Gastarbeiter rechts- und würdelos schuften. Das kritisiert der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB). Neun neue Fußballstadien werden in den kommenden Jahren gebaut, drei saniert. Doch: „Die Arbeitsbedingungen sind extrem schlecht“, sagt IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow. Arbeitszeiten von bis zu zwölf Stunden am Tag seien keine Seltenheit. Auch die Sicherheitsvorkehrungen seien miserabel, die Ausrüstung schlecht, manchmal gar nicht vorhanden.

Die Zahlen sind erschütternd: Allein in der Baubranche wurden im vergangenen Jahr in Katar 1000 Arbeiter verletzt oder starben bei der Arbeit. Das ist etwa sechs Mal so viel wie in ähnlich wohlhabenden Ländern wie der kleine Golfstaat. Doch nicht nur die Baustellen – auch die überfüllten, verdreckten Arbeitslager, in denen die WM-Arbeiter wohnen müssen, forderten Opfer.

Keine Fußball-WM ohne Arbeitnehmerrechte - sollten die Verantwortlichen in Katar weiterhin auf stur schalten, kann die FIFA das Sportereignis immer noch in ein anderes Land vergeben. Wir müssen nur den nötigen Druck ausüben. Deswegen: Online-Petiition unterschreiben!

Mitglied werden